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Rezension: Vertrau auf deine Stärke- Anselm Grün- Vier-Türme-Verlag

Dieses wunderbare Buch des von mir überaus geschätzten Benediktinermönchs Dr. PA. Anselm Grün mit dem Titel "Vertrau auf deine Stärke" zählt zu den besten Büchern, die ich in den letzten Monaten gelesen habe. Anselm Grün zeigt hier auf seine Weise, wie man sich den Herausforderungen des Lebens stellt, Krisen überwindet und zur inneren Stärke wieder findet. 

Gleich zu Beginn seiner Einführung hebt er hervor, dass Krisen zum Leben gehören und es ohne diese kein Wachstum gibt. Dies gelte für das persönliche Wachstum, aber auch  für die Entwicklung einer Gesellschaft. Der Autor macht sich zunächst Gedanken über das Wesen der Krise und lässt nicht unerwähnt, dass in der Psychologie das menschliche Leben als eine ständige Folge von Reifungs- und Werdekrisen beschrieben wird. Neben normativen Krisen, wie etwa jene in der Lebensmitte,  gibt es noch die Einbruchkrisen, die von außen dazu kommen. Dazu zählen Naturkatastrophen, Arbeitslosigkeit, Verbrechen, Unfälle etc. 

Immer dann, wenn man eine Krise bewältigt hat, hat man einen Reifungsschritt vollzogen. Dabei kann es während der Krise durchaus geschehen, dass ein Mensch zusammenbricht. Das passiert zumeist dann, wenn man die Krise als etwas bewertet, was nicht sein darf und als persönliche Schuld begreift oder sie verdrängt bzw. kompensiert, so Pater Anselm. Generell gelte, dass eine Krise stets dadurch gekennzeichnet sei, dass das bisherige Gleichgewicht gestört werde. 

Werde der Reifungsschritt nicht vollzogen, reagiere der Körper oder die Seele mit einer Krankheit. Wer die Krise allerdings als Chance begreife, wird neue Möglichkeiten für das Lebens entwickeln. Die Maßstäbe verändern sich. Das mache uns klüger. 

Der Benediktinermönch Pater Anselm erwähnt auch den Mystiker Johannes Tauler. Dieser sagt, dass Gott uns in die Krise führt, damit wir uns dort als Mensch selbst finden. 

Offenbar melden sich in den Krisen verschiedene Lebensthemen zu Wort, so unter anderem auch verschiedene Ängste. Wichtig sei grundsätzlich nicht in Panik zu verfallen, weil man dann nämlich blind und gelähmt sei, dieses am Denken hindere und man deshalb davon abgehalten werde, kreative Lösungen zu suchen. 

Immer wieder wartet Anselm Grün mit Übungen im Buch auf, die uns stärken und dabei helfen, den eigenen Kräften zu vertrauen. 

Wer in die Krise gerät, läuft Gefahr, alles schwarz zu sehen. Man sollte versuchen besonnen kleine Schritte zu machen, die uns aus dem Zustand heraus führen. Dabei hilft die Übung "Ein Labyrinth gehen". 

Offenbar hilft es, wenn man aktiv reagiert, weil sich auf diese Weise auch der Weg aus der Krise zeigt. Pater Anselm hält es für sinnstiftend,  in Krisenzeiten auch  zu beten, weil man Gott dann seine Hilflosigkeit und Ohnmacht hinhält und dieses Zulassen unserer negativen Gefühle vor Gott uns verwandelt. Man fühle sich dann nicht mehr allein, da man  trotz seiner Sorgen und Ängste von ihm angenommen sei und ihn bitten könne, uns Wege aus der Krise zu zeigen. Dies stärke unser Denken. 

Im Beten erhalten wir neue Hoffnung für uns und für die Menschen, um die wir uns sorgen, so Pater Anselm. Weil in Krisen Illusionen zerbrechen, die man sich vom Leben gemacht hat, erhält man die Chance für eine andere Sichtweise und die Kraft, uns den Problemen zu stellen. Es kommt der Zeitpunkt, wo man eine neue Chance erkennt, die unserem Wesen gerechter wird. 

Pater Anselm schreibt über den Heiligen Geist als Kraft, die Gott uns schenkt, um das Leben zu bewältigen und ohne Angst durch alle Krisen und Konflikte unseres Lebens zu gehen. 

Man liest in diesem Zusammenhang von dem Jesuiten Alfred Delp, den die Nazis 1945 hingerichtet hatten, weil er der Widerstandsbewegung angehörte und erfährt von dessen Meditation über die Pfingstsequenz, die während seiner Gefangenschaft seine Hoffnung stärkte. Delp wurde im Gestapogefängnis gefoltert, doch die innere Kraft, die durch Gottes Geist getragen wurde, half ihm, widerständig zu bleiben und andere nicht zu verraten. 

Es ist der Heilige Geist, der sich als Freund der Seele erweist. Wenn er in uns wohnt, so ist Gottes Liebe in uns. Über den Heiligen Geist erfährt man im Zusammenhang mit der Meditation Delps sehr viel Wissenswertes, das man aber nicht in wenigen Sätzen hier wiedergeben kann. Die Thematik ist zu komplex.

Jene Menschen zu  werden als die wir von Gott gedacht sind, sollte das Ziel unseres Lebens sein. Wenn wir diesem Bild entsprechen, so Pater Anselm, leben wir authentisch und stimmig, dann könne alles in Entfaltung kommen, was Gott uns an Fähigkeiten und Möglichkeiten geschenkt habe. 

Um dies zu erreichen, benötigen wir den Heiligen Geist, "der so in uns eindringt, das alles in uns von Gott berührt, geheilt, aufgerichtet und zum Leben erweckt wird."

Es bereitet Freude,  dieses Buch zu lesen, auch mit den Glaubenserfahrungen Alfred Delps in Berührung zu kommen und von der sogenannten Pfingstsequenz inspiriert zu werden, die uns neue Stärke und Kraft verleiht, voller Mut durch Krisen zu gehen. 

Sehr empfehlenswert. 

Helga König

Überall im Fachbuchhandel erhältlich.

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Rezension: Der Name Gottes ist #Barmherzigkeit- #Papst_Franziskus- Ein Gespräch mit Andrea_Tornielli #Kösel

Dieses Buch enthält ein aufschlussreiches Gespräch zwischen Papst Franziskus und dem Journalisten sowie Vatikan-Spezialisten Andrea Tornielli zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit. 

Diesem Gespräch vorangestellt ist der Bibeltext 18,9-14 des Evangeliums nach Lukas und ein in das Gespräch einleitender Beitrag von Andrea Tornelli. 

Papst Franziskus hat das Heilige Jahr der Barmherzigkeit am 13. März 2015 ausgerufen. Andrea Tornelli hat ihm daraufhin den Vorschlag unterbreitet, im Rahmen eines Buches über den Sinn dieses Jahres aufzuklären. Der Heilige Vater willigte ein, über das Herzstück seines Pontifikats, ein Thema von zentraler Bedeutung, auch in seinen Lehren und in seinem Zeugnis, Näheres auszuführen. 

So erfährt man zunächst, wann bei ihm der Wunsch entstanden ist, ein heiliges Jahr der Barmherzigkeit auszurufen und wodurch er inspiriert wurde. Schon im Juli 2013 sagte er auf dem internationalen Weltjugendtag, dass er überzeugt davon sei, dass unsere Epoche ein kairós für Barmherzigkeit verkörpere,  d.h. ein dafür passender Zeitpunkt sei. Schon der hl. Johannes Paul II und  Papst Benedikt XVI äußerten sich zum göttlichen Erbarmen, in dem Benedikt den Wesenskern der Botschaft des Evangeliums sieht. 

Wie Papst Franziskus ausführt,  bedeutet Barmherzigkeit etymologisch gesehen, das Herz zu öffnen. Dabei sei die Barmherzigkeit jene göttliche Haltung, die umarmt, sozusagen das sich Schenken Gottes, der empfängt, der sich herabbeugt zur Vergebung. Wie man weiter erfährt, verhält es sich so, dass ein Mensch, dem Gottes Barmherzigkeit zuteilwird, sich seiner selbst, der eigenen Sünde schämt, wodurch offenbar Erkenntnis und Veränderung erst möglich werden. 

Die heutigen Menschen benötigen die Barmherzigkeit ganz besonders intensiv, weil die Menschheit verletzt sei und tiefe Wunden trage. Dabei wisse sie nicht, wie die Wunden heilen sollen oder glauben nicht, dass es überhaupt möglich sei. Verwundet werden kann die Menschheit durch vielerlei, so auch durch Relativismus, wonach alles gleich erscheine und das Gefühl für die Sünde verloren gegangen sei.  Weil es an der konkreten Erfahrung der Barmherzigkeit mangelt,  glaubt man nicht an die Erlösung von der Sünde. 

Barmherzigkeit haben wir bitter nötig, so der Heilige Vater und erläutert dies näher. Er führt auch Wissenswertes zum Geschenk der Beichte aus, weil es hier zur leibhaftigen Begegnung mit der Barmherzigkeit kommt. Als Beichtvater hat er, selbst wenn er eine verschlossene Tür fand, stets nach dem Spalt gesucht, sie zu öffnen, um auf diese Weise Vergebung und Barmherzigkeit zu schenken. Offenbar kann nur derjenige, der die Umarmung der Barmherzigkeit erlebt,  erfahren wie das Leben sich ändert, weil man dann versucht, auf dieses gewaltige unerwartete Geschenk zu antworten. Aus der Reue heraus entwickelt sich das veränderte Verhalten. 

Papst Franziskus verdeutlicht, weshalb wir alle Sünder sind und weshalb die Kirche in diesem außerordentlichen Heiligen Jahr ihre mütterliche Barmherzigkeit wiederentdecken möge. Diese nämlich würde den zahllosen Verwundeten entgegenkommen, die deren Gehör benötigen,  aber auch ihr Verständnis, ihre Vergebung und Liebe. 

Kritik nimmt der Heilige Vater an jenen Priestern, denen es an Barmherzigkeit mangelt und die durch Sturheit die Tür nicht öffnen, die für alle so wichtig ist. Barmherzigkeit sei ein unverzichtbares Element in Beziehungen zwischen den Menschen, damit Brüderlichkeit entstehen könne. Es genüge nicht, nur Gerechtigkeit als Maßstab zu nehmen. Mit Barmherzigkeit und Vergebung nämlich geht Gott über die Gerechtigkeit hinaus. Er transformiert sie in einem höheren Akt, indem wir Liebe erfahren, die die Basis wahrer Gerechtigkeit ist. 

Papst Franziskus erläutert u.a. den Unterschied zwischen Sünde und dem Korrumpiert-Sein durch die Sünde, ein Zustand, der uns nicht demütig werden lässt, vielmehr zum System erhoben, zur Gewohnheit, zur Lebensweise wird. Solche Gewohnheiten schränken unsere Fähigkeit zu lieben ein und führen zur Selbstgerechtigkeit.

Papst Franziskus sagt "Ein von der Sünde korrumpierter Mensch hört auf, um Vergebung zu bitten, und glaubt am Ende sogar, dass er das nicht nötig hat." Man könne durchaus ein großer Sünder sein, solle sich jedoch von der Sünde korrumpieren lassen. Korruption sei keine einzelne Handlung, sondern ein Zustand persönlicher und sozialer Korrumpiertheit, an den man sich gewöhne. Der Korrupte verbringe sein Leben auf der Schnellstraße des Opportunismus und opfere dafür seine Würde und die der anderen. Von daher führe die Korruption unweigerlich zum Verlust von Scham, der Hüterin von Wahrheit, Güte und Schönheit. 

Papst Franziskus betont: "Sünder ja, korrumpiert nein!“ 

Dieses Gespräch  zwischen Papst Franziskus und Andrea Tornielli  sollte jeder lesen, weil es bewusst macht, wie nötig wir alle Barmherzigkeit haben und welche Wege wir gehen können, um diese zu erlangen. 

Sehr empfehlenswert. 

Helga König

Überall im Fachbuchhandel erhältlich

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Rezension: #Der_Kämpfer_im_Vatikan- #Papst_Franziskus und sein mutiger Weg- #C_Bertelsmann

Der Autor dieses spannend zu lesenden Sachbuches ist der Vatikan-Korrespondent Andreas Englisch. Der Journalist lebt seit 1987 in Rom, wo er neben seiner Arbeit als Italien- und Vatikankorrespondent zahlreiche Romane und Sachbücher verfasst hat. Sein 2013 auf den Weg gebrachter Longseller "Franziskus- Zeichen der Hoffnung" erschien in vierzehn Ländern und wurde bislang 500 000 Mal verkauft. 

Im vorliegenden Buch erfährt der Leser mehr über den wahrlich mutigen Weg des Mannes, der im Alter von 76 Jahren aus Argentinien nach Rom kam und dort zum Papst gewählt wurde. Er hatte an sich keine wirkliche Chance in dieses Amt gewählt zu werden, doch seine Unterstützer wollten einen absoluten Außenseiter, der Unglaubliches schaffen könnte, denn es galt und gilt einen Sumpf trocken zu legen, der beweist, dass Theologen leider allzu oft auch nur schwache Menschen mit Machtallüren sind. 

Ausmisten ist Thema des Buches. Den Inhalt verkürzt wiederzugeben, ist allerdings unmöglich. Die Faktenfülle lässt es nicht zu. Papst Franziskus ließ schon zu Anfang seiner Amtsperiode erahnen, wo die Reise hingeht, indem er nicht in den Papstpalast, sondern ins Gästehaus der heiligen Martha einzog, dort seither bescheiden wohnt und vorlebt, worum es ihm geht. 

Franziskus ist der Beschützer der Armen geblieben. Für ihn sind sie die ersten Adressaten des Evangeliums. Er sagt: "Die Anbetung des Goldenen Kalbs hat eine neue und erbarmungslose Form gefunden im Fetischismus des Geldes und in der Diktatur einer Wirtschaft ohne Gesicht und ohne ein wirklich menschliches Ziel" (Evangelii Gaudium). 

Man ist fasziniert, wenn man liest, wie er den ältesten und möglicherweise am stärksten verkrusteten Apparat der Welt, die römische Kurie, auseinandergenommen hat, um den alteingesessenen Kirchenfürsten den Boden zu entziehen und eine neue Kirche zu bauen. 

Franziskus ließ  sich von Anfang an abschirmen, sucht den Kontakt mit seinen Mitarbeitern, greift selbst zum Telefon, wenn er mit jemand sprechen möchte. Franziskus stellte den Vatikan komplett um und erteilte den päpstlichen Räten und Kongregationen eine neue Bestimmung. Auch im Gespräch mit Journalisten verzichtet er auf Vermittler und er hält Dialoge niemals für unmöglich. 

Man liest über seine Entwicklung zum Rebellen in den Jahren als er in Argentinien im Armenviertel von Buenos Aires als Kardinal sich nicht scheute,  als Seelsorger tätig zu sein und kann sich dann in all seine Veränderungen vertiefen, deren Ziel es war und ist,  ein Geflecht aus Korruption, Intrigen, Machtkämpfen und Verstrickungen auszuhebeln und der Kirche ein neues Gesicht zu schenken. 

Man erhält eine Vorstellung davon, was der Papst möchte, auch was ihn verärgert und staunt über all das, was dieser Papst bereits erreicht hat. So stehen Kirchenfürsten nicht mehr über dem Gesetz, denn die Immunität vor der Strafverfolgung ist aufgehoben. Seine Haltung gegenüber anderen Religionen ist liberal. Mit der Hochachtung auch vor dem Islam hat er einen neuen Kurs eingeleitet. 

Es gibt auch keine klare Verurteilung der Homosexualität mehr und Ehescheidungen im Falle von Gleichgültigkeit sind nach seiner Ansicht durchaus auch denkbar. Für Papst Franziskus ist es klar, dass die Kirche an der Seite der Reichen nichts verloren habe und  sich sehr wohl politisch einmischen soll, speziell wenn es um den Weltfrieden gehe. 

Das Buch macht deutlich, wie sehr nicht nur die katholische Kirche, sondern alle Menschen auf dieser Welt dankbar sein sollten, dass es diesen Papst gibt.  

Er ist ein wunderbarer Mensch, der viel Gutes auf den Weg bringt. Gott möge ihm und damit uns allen beistehen. 

Sehr empfehlenswert. 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Bertelsmann  Verlag und können das Buch dort direkt bestellen. Sie können es aber auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.http://www.randomhouse.de/Buch/Der-Kaempfer-im-Vatikan-Papst-Franziskus-und-sein-mutiger-Weg/Andreas-Englisch/e490245.rhd

Rezension: Das Geschenk der #Zeit- #Petra_Altmann,#Anselm_Grün #Herder

Dieser schöne #Tischaufsteller ist ein gemeinsames Werk von Petra Altmann und Anselm Grün. Er enthält zauberhafte Landschaftsimpressionen und andere Motive, die zum Innehalten einladen, des Weiteren gibt es 50 meditative Übungen und spirituelle Impulse, die Anregungen zu einem sinnerfüllten Umgang mit der Zeit schenken. 

Die beiden Autoren reflektieren zunächst den #Zeitbegriff, wobei sie zuallererst zwei Begriffe der Zeit vorstellen: #Chronos und #Kairos. In diesem Zusammenhang wird man über den griechischen Urgott #Chronos, der für die Zeit steht, die uns verschlingt, informiert. Der Name des griechischen Gottes ist übrigens nicht grundlos in dem Begriff "Chronometer" enthalten. 

Kairos ist die angenehme Zeit. Es  ist der Moment, in dem man sich von Gottes heilender Liebe umgeben weiß, es  ist der Augenblick, in der Zeit für uns zu einem angenehmen Geschenk geworden ist. Meister Eckart hat diese erfüllte Zeit als Momente begriffen, die mit der Ewigkeit zusammenfallen. 

Wer eins ist mit Gott und dessen Liebe, erlebt bereits jetzt Ewigkeit, erlebt eine Zeit, wo man nicht an den nächsten Moment denkt. "Wenn ich einen Augenblick lang einfach nur bin, ohne dieses reine Sein zu kommentieren, dann fallen in diesem Augenblick Zeit und Ewigkeit zusammen", heben die Autoren hervor. 

Reine Gegenwart sei stets Freisein vom eigenen Ego. Demnach hängt das Geschenk der Zeit mit der Fähigkeit zusammen, einfach nur da zu sein und das reine Sein zu genießen. Das Ego möchte stets etwas, ist immer unruhig. Wer meditiert, befreit sich vom Wollen des Egos. Man vergisst sich selbst, weil man mit etwas größerem konfrontiert wird. Welche Qualität die Zeit habe, liege ganz alleine an uns. 

Notwendig sind bestimmte Haltungen, damit Zeit eine angenehme, geschenkte Zeit wird. Zeit sollte immer sinnvoll gestaltet werden, damit sie nicht zur Qual wird. 

Die Übungen und Impulse im Buch sind den Themen 
Die Bedeutung der Zeit 
Sich Zeit nehmen 
Zeit nutzen 
Die Zeit als Geschenk erkennen und annehmen 
Was die Zeit uns bringt 
Zeit genießen 

zugeordnet. 

Nachgedacht wird in den Texten z.b über die Fragen, was Zeit, aber auch was Zeitgeist ist. Erläutert wird zudem, weshalb Stillstand keine verlorene Zeit bedeutet. Das Zeitgefühl kommt zur Sprache und es wird auch verdeutlicht, weshalb es mitunter sinnstiftend ist, die Zeit zu vergessen, auch dass sich hin und wieder mit der Zeit manches regelt, dass man anderen keine Zeit stehlen, sondern eher Zeit geben möge, man die innere Uhr auch nicht aus dem Auge verlieren und realistische Zeitvorgaben entwickeln soll aber vor allem, die Zeit für andere nicht vergessen möge. 

Menschen, die immer nur um sich kreisen, vereinsamen und verbittern, geben die Autoren nicht grundlos zu bedenken und motivieren den Leser durch ihre Gedanken, sich mit Zeit auseinander zu setzen. 

Katharina von Siena sagte: "Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten."

Dieses funktioniert am besten, wenn man den Moment lebt und Zeit insofern nicht als Qual begreift.

Empfehlenswert. 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Herder-Verlag und können  den Tischaufsteller dort direkt bestellen. Sie können ihn auch  bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.http://www.herdershop24.de/Buecher/Geschenkbuch/Lebensimpulse/Das-Geschenk-der-Zeit.html?listtype=search&searchparam=Das%20Geschenk%20der%20Zeit

Rezension: Dein #Licht schenkt uns# Hoffnung 24 #Rituale für den# Advent- #Anselm_Grün- Vier Türme Verlag

Anselm Grün schreibt zu Beginn dieses Buches, das immer wieder Bilder von brennenden Kerzen zeigt, dass der Advent die stille Zeit sei, in der wir auf das Kommen #Jesu warten und zwar auf seine Ankunft in unserem Herzen. Doch wir warten auch auf seine Ankunft am Ende der Welt.

Pater Anselm möchte in seinem neuen Werk die wichtigste Botschaft des Advents beschreiben. Dazu gibt es jeden Tag einen kurzen Text, der einen Aspekt der Botschaft aufgreift und zudem jeweils eine Übung, ein kleines Ritual, um diese zu vertiefen und im eigenen Alltag spürbar zu machen. Des Weiteren lernt man die Botschaft der vier Adventssonntage kennen. 

Die Adventstage gelten als Hinführung auf den Heiligen Abend, den Tag also,  an dem Jesus Christus geboren wurde. Wie der Autor hervorhebt, ist jede Zeit des Kirchenjahres eine heilende Zeit. Dies gilt im Besonderen für den letzten Monat im Jahr. Gerade dann werden Bilder der #Seele angesprochen werden, die seit Jahrtausenden im Menschen ruhen. 

Beliebt ist Weihnachten deshalb besonders, weil es diese Bilder anspricht. Wir werden berührt von dem Bild des Neuanfangs. Ein solches Bild ist sehr heilsam. Wir sind nicht festgelegt auf unsere Vergangenheit. Das muss uns allen klar werden. Ein Neuanfang ist immer möglich. Man muss dem Neuen in uns trauen. 

Man erfährt auch über heilende Symbole der Adventszeit mehr, so etwa über den #Stern. Sterne verbinden uns mit denen, die wir lieben und Weihnachtsterne verbinden uns, wie Pater Anselm schreibt, mit unserer himmlischen Heimat. 

Wie man Berge abträgt, umzudenken lernt, sich freut oder eine gute Tat vollbringt, all das kann man einüben, dank Anselm Grün, der wie so oft den Lesern eine Fülle guter Gedanken schenkt. 

Empfehlenswert 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie auf die Website vom  Vier-Türme-Verlag und können das Buch dort direkt ordern.  Sie können es jedoch auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke bestellen.http://www.vier-tuerme-verlag.de/neu-erscheinungen-herbst-2015/1648/dein-licht-schenkt-uns-hoffnung-24-rituale-fuer-den-advent

Rezension: #Der_ Purpurtaucher- Vom inneren Wachsen mit Bildern- #Marion_Küstenmacher- Vier-Türme-Verlag

Marion Küstenmacher ist #Theologin und #Germanistin. Sie arbeitet als Coach für spirituelle Persönlichkeitsentwicklung mit dem Schwerpunkt Integrale Theologie, Gott 9.0, Symbolarbeit, Werteimagination und Mystik. 

"Der Purpurtaucher" basiert auf bildhaften Worten von MystikerInnen. Diese hat die Autorin in zahlreichen Seminaren aber auch in einem Internat-Mystik-Projekt erprobt. Andere inspirierende Bilder wurden seitens Küstenmeier für diverse Vorträge und Artikel erforscht. 

In das Buch, das daraus entstand, sind auch eigene Erfahrungen, Imaginationen und poetische Texte der Autorin eingeflossen. 

Das Werk ist in 10 Kapitel untergliedert. Zu Ende jedes Kapitels gibt es vertiefende Übungen zum Ausprobieren. Die Übungen können auch in Gruppen umgesetzt werden. Weil das Werk, das in der christlichen Mystik verankert ist, voller Akzeptanz jüdische  als auch islamische Mystiker einbezieht und zudem überraschende Verbindungen zur Kunst, Psychologie und Philosophie herstellt, macht es neugierig. 

Hier ein kurzer Überblick zum Inhalt: 
1 Der Purpurtaucher 
Vom Tiefseetauchen des Bewusstseins - Gott als grundloser Grund - Madeleine Delbrêls göttlicher Taucher - Goethes intuitives Eintauchen in den Ozean des göttlichen Glanzes - Mystische Bilder als Chiffren der Transzendenz - Das völlige Eintauchen in Christus 

2 Die innere Fackel 
Vom dreifachen Code der Psychologen – Wie Augustinus und Nikolaus von Kues das innere Feuer der Seele entfachen - Bilder als Verlockung zu Gott - Der Fackellauf der leuchtenden Gottesnamen - Schreiten in der liebenswerten Flamme - Zu Gast sein an Jesu Festtafel im Feuer

3 Der aufgehobene Stein 
Den schlafenden Stein wecken - Die heilige Botschaft der Steine hören - Das Erwachen der Tiefe - Schuldsteine, Schattensteine, lebendige Steine - An den Stein klopfen mit Martin Luther - Den Stein öffnen wie Meister Eckart und das innere Leuchten entdecken 

4 Der eingewickelte Gott 
Warum wir unsere Geburt vollenden müssen – Involution und Evolution: Wie Gott in uns eingewickelt ist und von uns ausgewickelt werden will – Mut zum Exodus aus verbrauchten Gottesbildern – Das immer zeigende Göttliche – Gott-schwanger werden nach Jakob Böhme – Wickelkind- und Hebammen-Imaginationen – Liebe und Frieden: die biblischen Bänder des Geistes 

5 Das freigelassene Schaf 
Das vorwärtstrottende Ding – Was Schafseite und Hirtenseite sagen – Der gute Hirte als Gemeindeschreck – Gottessuche zwischen Widerstand und Ergebung – Der Wolf erscheint nicht nur Franz von Asissi – Wir laufen in verschiedene Richtungen davon, Gott kommt uns aus allen Richtungen entgegen – Die künftige Kirche als gute Hirtin 

6 Der liebliche Platz 
Postkartenmystik oder Die Zugkraft der Lehrmeisterin Natur – Mit Gott am Weiher sitzen: Sechs Schritte mystischer Naturwahrnehmung nach Gertrud der Großen von Helfta – Maximierung der Wirklichkeit – Die Lichtung des höchsten Lichts – Auf den Spuren des grünen Christus

7 Die unheilige Kuh 
Absage an den nutzenbringenden Milch-und-Käse-Gott – Beten wie ein Schwamm – Spirituellen Eigennutz durchschauen – Selbstenteignung als Befreiungsakt – Fünfzehn Kuhgottkrankheiten – Verschwundene Götter und goldene Kälber – Hilfreiche Lass-die-Kuh-los-Formeln 

8 Der tote Handschuh 
Die existenzielle Frustration – Die fehlende „Hand des Geistes“ in uns – Die lebendige Leere erforschen – Als Hohlraum Gottes erwachen: Sechs Schritte – Reizarme Räume zur Bewußtseinsleerung nutzen – Leere und Fülle verbinden – Intuitive Malübungen und biblische Mantra-Sätze zur Fülle

 9 Der Jagdhund des Himmels 
Nikolaus von Kues und die Jagd nach Weisheit – Die Überwindung der Unwissenheit – Die Jagdleidenschaft der aristokratischen Seele – Die paradoxe Liebesjagd Gottes – Die Sehnsucht ersehnen nach Meister Eckart – Den Zeugen wecken – Unteilbare Freude 

10 Die einzige Geste 
 Die Schnecke aufheben – Die Geschichte vom schwankenden Superdom – Das Geschenk des französischen Gefangenen – Das Heilige singt in unseren Taten – Die Dinge Nächstenliebe predigen hören und ihnen antworten – Eine Hand voll Licht – Die Tat als Quelle der Heiligkeit 

Empfehlenswert 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Vier-Türme-Verlag und können das Buch bestellen. Sie können es aber auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordernhttp://www.vier-tuerme-verlag.de/neu-erscheinungen-herbst-2015/1631/der-purpurtaucher-vom-inneren-wachsen-mit-bildern-der-mystik

Rezension: Wunden zu Perlen verwandeln- Die #14_Nothelfer als #Ikonen der #Heilung-#Anselm_Grün- Vier-Türme-Verlag

Den Begriff "14 Nothelfer" werden kunsthistorisch Interessierte vermutlich problemlos mit dem Kunstwerk #Balthasar_Neumanns in der berühmten #Wallfahrtskirche #Vierzehnheiligen in Verbindung bringen. Nach einer #Legende waren es 14 Nothelfer, die im Jahre 1445 an besagtem Ort einem Schäfer des #Klosters_Langheim in #Oberfranken erschienen. 

Die Bilder in diesem Buch zeigen die 14 Statuen aus der Kirche Vierzehnheiligen. Besagte Heiligengruppe bildete sich im Mittelalter heraus. Sie brachten 14 verschiedene Nöte von Menschen zum Ausdruck. Es handelt sich dabei um 14 archetypische Nöte, die es in jeder Zeit gibt. 

Wie Pater Anselm schreibt, vermittelt uns der Blick auf ihre Bilder, in denen ihre Legenden in Symbolen dargestellt werden, dass wir ohne Angst und auch ohne Schuldgefühle eigene Leiden anschauen dürfen. In diesem Buch geht es nicht darum, Schuld für  Krankheit und Leid bei sich zu suchen, sondern darum, nach Bildern zu forschen, in denen man seine Wunden erkennt und Wege der Heilung findet. 

Die Bilder bzw. deren Symbole sollen Unbewusstes ansprechen. Es handelt sich um archetypische Bilder, die eine Bewegung in uns auslösen und nicht nur Heilung anzeigen, sondern sie auch bewirken. 

Peter Anselm schreibt in seinem Buch über: die Heiligen Achatius, Erasmus, Blasius, Aegidus, Christophorus, Eustachius, Georg, Dionysius, Cyriakus, Katharina, Margarete, Barbara, Pataleon und Vitus.

Das Leben dieser Nothelfer dient Anselm Grün als Plattform, um aufzuzeigen, worüber man reflektieren sollte. So zeigt der Heilige Christophorus beispielsweise wie man die Angst vor dem Neuen wandeln kann. Die Legende von Christophorus, macht begreifbar, worum es im Leben eines jeden Menschen geht, nämlich um Suche und um Überwindung von Angst, die uns klein macht. Es geht darum, die Freiheit zu erlangen, die es uns ermöglicht, zu spüren wie man ohne Angst leben kann. 

Christophorus hilft Schwellenängste zu überwinden. Ängste sind nicht selten ein Hinweis auf die falschen Grundannahmen, aber es gibt auch Ängste, die damit nichts zu tun haben. Beide Angstformen nennt der Autor.

Man darf sich vor der Angst nicht die Kraft rauben lassen. In Übergangszeiten benötigt man Halt, um nicht zu versinken. Diesen Halt finden wir, folgt man Christophorus und Pater Anselm im Glauben. Wie der Autor betont, zeigen die Legenden, welche menschlichen Einfallstore die göttliche Gnade benötigt, damit man genesen  kann. 

Es geht dabei weniger um Wunder als um den Mut, eigene Wunden anzuschauen, die man lieber vor sich und anderen verbergen möchte. Die Heiligen, die als Märtyrer in den Tod getrieben wurden, lebten in keiner heilen Welt. Doch das unwirtliche Umfeld konnte ihnen nichts anhaben. Der Tod, so schreibt Anselm Grün, war für die Nothelfer das Tor zum wahren Leben. 

Unsere Wunden im neuen Licht zu betrachten und zu erfassen, dass sie uns Gottes heiligen und heilenden Geist begreifbar machen können, ist Grund genug sich mit diesem Buch zu beschäftigen, besonders in Zeiten wie in diesen, wo 60 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg und Leid sind und Tausende von Kindern aufgrund von Streubomben sterben und wir unsere möglich diffuse Angst vor der Folgen genau anschauen sollten.
Empfehlenswert 

Helga König
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Rezension: Reinhard Marx- Kirche überlebt- Kösel

Autor dieses Büchleins ist Kardinal Reinhard Marx. Er ist seit 2008 Erzbischof von München und Freising. Papst Franziskus hat ihn in das Gremium der neun Kardinäle berufen, das die Reform der Kurie mit berät. 2015 wurde Reinhard Marx zum zweiten Mal zum Präsidenten der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft gewählt. 

Der Theologe reflektiert in diesem Buch die Zukunft der Kirche in einer pluralen und offenen Gesellschaft und sieht in der Botschaft des Evangeliums einen entscheidenden Wegweiser. 

"Wie geht´s der Kirche?" ist seine Eingangsfrage. Marx listet dann erst einmal auf, was seit Jahren im Hinblick auf das Überleben der Kirche als ausgemacht galt. Dies liest sich ziemlich düster. Der Autor weiß, dass sich in einer modernen und offenen Gesellschaft Gestalt und Gehalt von Religion verändern, aber er ist sich auch gewiss, dass weder Religion noch Kirche verschwinden werden. Sprache, Symbolik und religiöse Thematik bleiben, religiöse Debatten verschärfen sich sogar, so seine Analyse. 

Kirche muss als eine Gemeinschaft begriffen werden, die auf die ganze Welt ausgerichtet ist und damit auf alle Menschen, so Marx. Als Gemeinschaft muss die Kirche neue Wege, Antworten auf aktuelle Herausforderungen finden. Das geschieht nur in der Vielfalt der geistigen Suche, indem man miteinander kommuniziert und sich im Glauben austauscht. 

Zur Sprache gebracht wird das Thema "Kirche und Gesellschaft" . Hier wird u.a. gefragt, ob sich das Verhältnis von Kirche und moderner (Welt)- Gesellschaft kritisch-konstruktiv entwickeln kann, damit auf diese Weise ein fruchtbares Miteinander zu entstehen vermag. Kirche und der Geist der Freiheit sind, wie man weiter liest, kein Gegensatz, das ist aus dem zweiten Korintherbrief zu entnehmen,  "Wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit" (2 Kor 3,17). 

Marx begreift es als Tragödie der europäischen Geschichte, ja noch mehr, der Geschichte der westlichen Zivilisation, dass das Thema Freiheit Gesellschaft und Kirche mehr  auseinander gebracht als zueinander geführt hat. Offenbar haben Missverständnisse auf beiden Seiten dies bewirkt. 

Der Autor ist überzeugt, dass der Weg der Kirche in die Zukunft dann gut möglich ist, wenn sie das große Thema der Freiheit und Befreiung, im weiteren Sinn der Erlösung, neu kommuniziert. Freiheit vollendet sich, so Marx, in der Liebe und nur dann führt sie zum Glück des Menschen

Diesbezüglich lässt der Autor die Leser  an seinen Überlegungen teilhaben, indem er die obige Sentenz ausgiebig überdenkt. 

Es führt zu weit,  auf die einzelnen Kapitel im Rahmen der Rezension näher einzugehen. Wichtig ist, sich mit den Facetten der Erneuerung der Kirche zu befassen. 

Hier kommen zu Sprache:

Theologische Erneuerung 
Spirituelle Erneuerung 
Strukturelle Erneuerung 
Qualitative Erneuerung 

Ob die Kirche überlebt? Die Herausforderungen zählt der Autor ohne Scheu alle auf. Es sind nicht wenige, dabei aber wird sehr schnell begreifbar, dass es nicht nur um das Überleben der Kirche, sondern um das Überleben der gesamten Menschheitsfamilie geht. 

Kirche darf nicht narzisstisch um sich selbst kreisen, weil sie für die Menschen da sein soll. Sie ist real, erfahrbar und auf dem Weg und zwar in die Zukunft. Für diesen Weg benötigt man Beten und Denken, so der Autor. 

Dass Denken alleine nicht genügt, glaube auch ich.

Empfehlenswert, auch für Nichtkatholiken

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Kösel-Verlag und können das Buch dort bestellen.http://www.randomhouse.de/Buch/Kirche-ueber-lebt/Reinhard-Marx/e490802.rhd. Sie können es aber auch bei Ihren Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Was uns leben lässt- Biblische Weisheit für den Alltag- Anselm Grün- Vier Türme-Verlag

Autor dieses nachdenklich stimmenden Buches ist der Benediktinermönch Anselm Grün. Er legt in diesem Werk biblische Texte aus, die auf wesentliche Fragen unseres Lebens und auf alltägliche Nöte und Schwierigkeiten Antworten geben, d.h. uns einen Weg weisen, wie wir weitergehen können. 

Wie Pater Anselm schreibt, erheben die Deutungen, die er den biblischen Geschichten und Worten gibt, keinen Anspruch auf absolute Geltung, da man die Bibel verschieden auslegen kann. 

Das Buch beginnt mit der Frage "Wie kann ich meinen Alltag meistern?" 

Danach kann man eine Stelle aus der Bibel lesen, die bibelfeste Leser natürlich kennen. Es handelt sich um Kohelet 3,1-8. 

Ich liebe diese Passage, weil sie Trost und Zuversicht schenkt in düsteren Zeiten, uns in guten aber davor warnt, zu glauben, dass die Bäume in den Himmel wachsen. "Alles hat seine Stunde….". Nichts kann man also festhalten. Das muss uns stets bewusst sein.

Anselm Grün interpretiert sehr viele Textstellen aus der Bibel. Sie alle hier zu nennen, führt zu weit. Dabei werden die Bibelweisheiten fünf Kapiteln zugeordnet:

Wie kann ich meinen Alltag meistern? 
Mit mir selbst und anderen leben lernen 
Mir selbst und Gott begegnen 
Kraft finden in dunklen Zeiten 
Segen und Gebete für den Lebensweg 

Im 4. Kapitel findet man ein Bibelweisheit, die ich für besonders wichtig halte. "Eine Generation geht, eine andere kommt. Die Erde steht in Ewigkeit…Alle Dinge sind rastlos tätig, kein Mensch kann alles ausdrücken, nie wird ein Auge satt, wenn es beobachtet, nie wird ein Ohr vom Hören voll. Was geschehen ist, wird wieder geschehen, was man getan hat, wird man wieder tun: Es gibt nichts Neues unter der Sonne.“ (Kohelet 1,4 8f) 

Pater Anselm erläutert diese Textstelle ausführlich und schreibt auch, wer Kohelet war, nämlich ein Lehrer, der die Weisheit der griechischen Philosophie mit der Israels verband. 

Ich möchte die Betrachtungen Pater Anselms hier nicht verkürzt wiedergeben, sondern lege jedem die Lektüre ans Herz. Nicht wenige werden erstaunt sein, wie sehr biblische Weisheit uns im Alltag helfen kann, doch lesen Sie einfach selbst. 

Vielleicht beginnen Sie mit dem Text Korinther 13.1.-8  "Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich ein dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße  und Berge damit versetzen könnte,  hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts. Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte,  und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe,  hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts. Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht,  sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil,  lässt sich nicht zum Zorn reizen,  trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht,  sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles,  glaubt alles,  hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf.  Prophetisches Reden hat ein Ende,  Zungenrede verstummt,  Erkenntnis vergeht."

Pater Anselm schreibt, man möge diese Worte in sein Herz fallen lassen. Er empfiehlt: "Komme durch die Worte in Berührung mit der Liebe, die auf dem Grund deines Herzens schlummert und durch diese Worte geweckt werden möchte, damit sie dein ganzes Sein durchdringt."

Dem will ich nichts mehr hinzufügen, außer dem Wunsch, dass es allen gelingen möge.

Sehr empfehlenswert.

Helga König

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Rezension: Du wirst gehalten- Anselm Grün- Vier-Türme-Verlag

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Dieses kleine Büchlein eignet sich sehr gut als Lektüre vor dem Einschlafen, um zur Ruhe zu kommen und voller Zuversicht auf den nächsten Tag zu hoffen, weil man hier etwas über den Sinn von Verwurzelung erfährt, die notwendig ist, damit man vom Leben nicht abgeschnitten ist. 

In diesen Texten von Anselm Grün geht es um Halt, den man nicht zuletzt in der Geschichte seiner Vorfahren und natürlich im Glauben finden kann. Der Autor reflektiert den Begriff "Wurzeln" und konfrontiert den Leser u.a. mit dem Satz "Wer seine Wurzeln verleugnet, der schneidet sich selbst vom Leben ab." 

Anselm Grün meditiert Botschaften die Vorfahren an ihn weitergegeben haben und zeigt an seinem Beispiel, dass solche Grundhaltungen und Botschaften uns Kraft geben können, wenn wir ihrer bewusst werden. 

Auch über Rituale und Gebete als stärkende Kraft wird man unterrichtet und hier schreibt Pater Anselm: "Im Gebet dürfen wir erleben, dass die Menschen keine Macht mehr über uns haben". Das hängt wohl damit zusammen, dass wir dann in Berührung mit unserem wahren Selbst kommen, d.h. mit dem ursprünglichen Bild Gottes von uns. 

"Vertrauen trägt", schreibt Anselm Grün und er verdeutlicht wie man Vertrauen in Arbeit und Verantwortung findet. 

Mit großer Neugierde habe ich das Kapitel gelesen, wo er sich mit dem Werk "Grundformen der Angst" von Fritz Riemann beschäftigt, weil ich das Buch vor einigen Jahren ausführlich rezensiert habe. 

Wie Pater Anselm resümiert, befreit uns Glaube von allen vier Grundängsten, weil er uns zeigt, dass uns nichts passieren kann. Im Glauben verwurzelt zu sein, nimmt uns die Ängste, hinter denen die Angst vor dem Tode steckt. 

Empfehlenswert. 

Helga König


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