Rezensionen

Rezensionen Helga König

Rezension:Die großen Fragen - oder: Menschlich von Gott reden (Gebundene Ausgabe)

Der Theologe Dr. Eugen Drewermann und der Journalist Michael Albus befassen sich in diesem Buch mit den Fragen, die wir Menschen uns seit Jahrtausenden stellen und wohl stets aufs Neue stellen werden. Es sind die Fragen nach Angst, Liebe, Tod und Leid, nach Freiheit, Schicksal, Macht, Gewalt, Schuld, nach Gott, der Seele und nach der Bedeutung unserer Träume. Diese Fragen machen immer wieder neue Antworten erforderlich.

Ziel der oben genannten Gesprächspartner ist es, den Leser zum nüchternen, aber auch leidenschaftlichen Nachdenken anzuregen.

Man sollte dieses Buch nicht in einem Rutsch durchlesen, sondern sich immer wieder einmal ein Kapitel vornehmen. Die Gedanken auf sich wirken lassen und nach Möglichkeit mit Freunden über die Themen diskutieren. Die beiden Autoren verdeutlichen, dass es sich bei den oben genannten Fragen mithin um Glaubensfragen handelt. Dies zu akzeptieren, dürfte nicht für jeden Leser einfach sein.

Dass Angst eine Mitgift der Natur ist, muss man akzeptieren, dass sie unglaublich belastend sein kann, wissen all jene, die von Panikattacken heimgesucht werden. Bei der Betrachtung dieses Themas wie aller anderen ziehen die Gesprächspartner psychologische, sozial- und naturwissenschaftliche Erkenntnisse hinzu. Dabei lässt Dr. Drewermann die pränatal bedingte Angst, von Menschen, deren Mütter durch Kriegserlebnisse traumatisiert sind, nicht unerwähnt und zeigt, dass es mitunter nicht einfach ist, sich von Angst zu befreien.

Vielleicht haben wir alle immer ein wenig Angst, uns mit Fragen der Liebe, des Todes, des Leids etc. auseinanderzusetzen, weil wir hier stets unsere Grenzen erkennen sowie begreifen müssen, dass nicht alles in unserer Macht liegt und vielleicht kann die Religion tatsächlich eine Asylstätte sein, an welcher wir alle uns fragen dürfen, wer wir selbst sind, wo uns solche Fragen doch ansonsten vielerorts als Schwäche ausgelegt werden.

Sich mit den Schattenseiten des eigenen Seins zu befassen, diese zunächst zu akzeptieren, bevor wir an ihnen arbeiten, bedarf der Demut. Sie ist die Voraussetzung, um unser eigenes Leben zu verändern und uns für ein Miteinander zu entscheiden, das Gläubige in allen Zeiten als ein gottgefälliges Leben bezeichnet haben.

Bemerkenswert in diesem Buch sind die Querverbindungen, die Dr. Drewermann herstellt. Sie bekunden nicht nur, dass er ein gebildeter Mann ist, sondern auch ein Mensch, der Überblick besitzt und sie dokumentieren, dass er frei von Engstirnigkeit ist.

Empfehlenswert.
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Rezension:Die Schicksalsgesetze: Spielregeln fürs Leben - Resonanz Polarität Bewusstsein (Gebundene Ausgabe)

Dr. Rüdiger Dahlke thematisiert in diesem Buch sogenannte Spielregeln des Lebens. Zu diesen Spielregeln zählt u.a. das Gesetz der Polarität. Hier macht der Autor zunächst einmal deutlich, dass Yin und Yang einander brauchen und ergänzen und gemeinsam erst das Tao bilden können.


Wissen muss man, dass beide Seiten der Polarität bedürfen und erst zusammen ganz und eins sein. Immer dann, wenn man nur einen Teil betont, wächst der andere im Schatten mit. An nichts soll unsere Welt so erkranken wie am Schatten, (vgl.: S.42).


Dr. Dahlke stellt die Polarität in zwischenmenschlichen Beziehungen dar. So spiegeln Paare ihre unterschiedlichen, geschlechtsspezifischen Seelenanteile und darüber auch alles, was an der eigenen Persönlichkeit noch nicht rund und vollkommen ist, (vgl.: S.55). Partner bereiten uns Probleme und zeitgleich Chancen, weil sie stets dort, wo sie für uns schwierig sind, zur echten Herausforderungen und Wachstumsangelegenheiten werden, (vgl.: S. 56).


Der Autor verdeutlicht, dass das Böse der jeweils verdrängte, nicht zur Kenntnis genommene und deshalb unbewusste Seelenanteil sei und insofern sehr unserer Wertung unterliege, (vgl.: S.64). Nimmt man diese Wertung heraus, dann entpuppe sich das Gute als das Bewusste und das Böse als das Unbewusste. Weil wir von Licht der Bewusstheit sprechen, ergeben sich die Gegenpole Licht und Schatten.

In der Folge schreibt der Autor von der Geschichte der Projektion. Dabei ist Projektion eine Möglichkeit, unsere Schattenseiten an anderen zu bekämpfen. Diese Möglichkeit allerdings bringt uns in unserer Bewusstseinsentwicklung leider nicht voran.

Dr. Dahlke verdeutlicht, wie man mit Polarität umgehen sollte und weshalb es sinnvoll ist, Licht- und Schattenseiten in sein Leben einzubringen. Licht und Schatten, Standpunkt und Gegenstandpunkt haben ihre Wahrheit und Probleme lassen sich lösen, indem man über sie hinauswächst, (vgl.: S.94).

Wir müssen uns klar darüber werden, dass all das, was uns widerstrebt oder stört mit unserem Schatten zusammenhängt, ansonsten nämlich hätte es keine Wirkung. Wer seinen Schatten sucht, findet ihn. Die Intensität der Suche hängt dabei damit zusammen, auf wie viele Bereiche des Lebens sie ausgedehnt wird, (vgl.: S.99).

Dr. Dahlke erläutert auch das Gesetz der Resonanz. Dieses besagt, dass wir nur wahrnehmen, wozu wir Resonanz besitzen und auch nur in Kontakt kommen, womit wir in Resonanz sind, (vgl.: S. 101). Dabei verhält es sich so, dass dann, wenn man einverstanden ist, in Resonanz geht. Sich unverstanden fühlen, heißt letztlich einen Mangel an Resonanz wahrzunehmen. Sobald man Resonanz zu Resonanzphänomenen entwickelt, findet man lt. Dahlke diese überall. Resonanz bedeutet miteinander zu schwingen trotz aller Verschiedenheit.

Da jeder Mensch nur seine eigene Welt wahrnimmt und nur mit dieser in Resonanz steht, bekommt er zu allem anderen weder Kontakt noch Verständnis. Damit jedoch wird die Welt zu unserem Spiegel. Sofern wir den Spiegelcharakter unserer Welt verkennen und sie für objektiv und unabhängig von uns einschätzen, entstehen Probleme, (vgl.: S.114).


Wenn wir unsere Umwelt als unseren Spiegel begreifen, sollten wir sie zur Selbsterkenntnis nutzen, empfiehlt der Autor. Es geht darum, uns selbst zu ändern, denn nur dadurch ändern wir unsere Resonanz. Es muss uns klar werden, dass Resonanz zwei Seiten hat und wir sowohl im Positiven als auch im Negativen ins Mitschwingen geraten können, (vgl.: S.116).


Was auch immer uns begegnet, muss in Resonanz zu uns stehen. Sofern es uns gefällt, ist es in Resonanz mit unserem bewusst(en) Sein, ansonsten mit unserem Schatten.


Resonanzgesetze lassen Menschen zueinander finden, die am selben interessiert sind, die zueinanderpassen und zwar, weil sie ähnliche Themen und auch Probleme im Hinblick auf positive und negative Resonanz haben, (vgl.: S.118). Man begegnet stets den Menschen, auch den Büchern und macht bestimmte Erfahrungen für die man reif ist.


Dr. Dahlke erläutert, weshalb die Liebe ein Resonanzproblem darstellt und er konstatiert "Je größer und tiefer die überwundenen Abgründe, je weiter der Brückenschlag, desto erhebender das Gefühl, desto größer und berauschender die Liebe." (Zitat: S.126)


Resonanz und Polarität also sind die beiden großen Gesetze der Wirklichkeit. Dabei muss uns klar werden, dass wir Dinge in der Wirklichkeit, die zugleich vorhanden sind, dennoch nicht zeitgleich wahrnehmen und von daher die Illusion der Zeit dazwischen benötigen. Der Autor macht den Leser mit Illusionswelten vertraut und thematisiert die Wirklichkeit hinter unserer Wirklichkeit.

Fernerhin befasst sich Dr. Dahlke mit sogenannter Ursachensuche und zeigt Wege der Erkenntnis auf, die er in Analyse und Einsicht sieht. Er beleuchtet Wege über innere Bilder, schreibt ausführlich vom Gesetz des Anfangs, das in Hesses Gedicht "Stufen" sehr gut auf den Punkt gebracht wird und zeigt wie man dieses Gesetz sinnvoll anwendet.


Sehr interessant sind Dr. Dahlkes Betrachtungen in punkto Synchronizität, wonach alles mit allem zusammenhängt und schwingt und zwar jederzeit und überall.


Doch das ist noch nicht alles. Der Autor nimmt den Leser mit in die komplexe Welt morphogenetische Felder und konkreter Urprinzipiensysteme, die ich mich hüte, an dieser Stelle in zwei Sätzen wiedergeben zu wollen.


Ein Buch, das ich gerne empfehle, hauptsächlich all jenen, die sich mit den Problemen von Licht und Schatten befassen und diese voneinander zu trennen suchen.
Empfehlenswert.

Rezension:Zwei Herzen im Einklang: Das Wunder erfüllter Partnerschaft erleben (Gebundene Ausgabe)

Der amerikanische Psychologe Dr. Chuck Spezzano hat ein sehr bemerkenswertes Buch in Sachen erfüllter Partnerschaft geschrieben. Mittels wohldurchdachter Übungen zeigt er dem Leser wie diese realisierbar ist.

Wie in der amerikanischen Literatur nicht unüblich, wartet der Autor mit einer Fülle von Beispielen auf, die er seinen jeweiligen Übungen voranschickt. Auf die Fälle im Einzelnen einzugehen, führt in der Rezension allerdings zu weit.


Worum geht es bei den fast 100 Übungen? Nun beispielsweise darum, die eigenen Beschwerden und Kümmernisse zu überprüfen und dabei zu hinterfragen, inwiefern sie Klagen und Wutausbrüche darstellen, aufgrund der Tatsache, dass unser eigenes Nehmen und Bekommen vereitelt wurde. Der Autor empfiehlt, den Trugschluss und den Mangel an Verantwortlichkeit zu erkennen, die von Unabhängigkeit und Nehmen erzeugt werden. Wer gibt und bereit ist zu empfangen, ist leichter in der Lage den Fluss der Partnerschaft wieder herzustellen.


Nach Auffassung Spezzanos geht jedes Trauma, das wir in unserem Leben durchlitten haben, auf eine irrtümliche Entscheidung zurück, als wir Verbundenheit aufgegeben haben, um unser Ego aufzubauen. Das Ego macht fortwährend große Versprechungen, so etwa, dass wir frei wären, wenn wir uns abtrennen von anderen und in unser Ego investieren, also in das Prinzip der Getrenntheit. Allerdings gibt es nach Auffassung dieses Psychologen nur unechte Unabhängigkeit, die abgespalten ist und im Grunde nur eine Form des Davonlaufens darstellt, (vgl.: S.50)


Es stimmt, wenn Spezzano sagt, dass sich aller Ärger in Beziehungen um die Besonderheit dreht. Wenn nicht anerkannt wird, das man selbst oder der andere etwas Besonderes ist, entsteht Aggression. Diese kann nur dadurch verhindert werden, dass man den eisernen Griff des Egos nicht mehr zulässt. Dann erst kann man sich in einer Beziehung annehmen und verwirklichen.


Der spirituell ausgerichtete Psychologe ist der Ansicht, dass jede Beziehung nur dann ihren Zweck erfüllen kann, wenn Einheit besteht, die man liebend dann gemeinsam auf andere zu übertragen in der Lage ist.

Der Psychologe macht den Leser darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, die Angst vor Nähe in einer Partnerschaft zu überwinden und wie man sich der Mauern gegenwärtig wird, die zwischen uns und unserem Partner bestehen. Diese gilt es behutsam abzubauen und es gilt auch Vernachlässigungen zu heilen.


Was es bedeutet eine Beziehung wirklich anzunehmen, erklärt der Psychologe sehr gut und er bringt es auf den Punkt, dass am Ende die Liebe mächtiger ist als negative Emotionen, die nur darauf hinweisen, dass wir Fehler gemacht haben. Es ist die Liebe, die Angst auflöst und Vertrauen schafft. Es ist die Liebe, die aus Bewertungen Mitgefühl macht und den Wunsch erzeugt zu helfen.


Spezzano sagt nicht grundlos, dass stets dann, wenn wir unsere Beziehung nicht zugunsten von Liebe und Glück einsetzen und wir bloß unsere Bedürfnisse befriedigen, wir ein Leben des Habenwollens und des Nehmens mit samt all dem Leid, dem Versagen und Abspalten führen, das damit zusammenhängt. Menschen und Beziehungen werden nur als Vorwand benutzt und Angst und Illusion, die daraus resultieren, werden zu unserer Lebenswirklichkeit.


Um das zu verhindern, lohnt es sich, die Übungen im Buch durchzuführen und sich dabei bewusst zu werden, dass Liebe der einzige Weg ist und zwar in allen Beziehungen, die wir im Laufe unseres Lebens eingehen.
Empfehlenswert.

Rezension:Reise zu den schönsten Stätten mittelalterlicher Klosterkultur (Gebundene Ausgabe)

Der Fotograf Franz-Karl Freiherr von Linden ist der Autor dieses Prachtbandes. Von ihm stammen sowohl die beiden zentralen Textbeiträge als auch alle Fotos, die dem Leser Zisterzienser-Klöster in ganz Europa näher bringen.


Bevor ich mich mit den Fotos befasst habe, vertiefte ich mich zunächst in die Landkarte, die gleich zu Beginn des Buches die vorgestellten Klöster in die entsprechenden Regionen verortet und las im hinteren Teil des Werkes im Rahmen der beiden Zentralbeiträge Wissenswertes über den Zisterzienserorden und über Bernhard von Clairvaux.


Man erfährt Näheres zur Gründung und zur Ausbreitung, sowie zur Blütezeit des Zisterzienserordens im 11. und im 12. Jahrhundert, zur Rolle der Zisterzienser während der Kreuzzüge, zur Geschichte der Laienbrüder in Zisterzienserklöstern, zu Wirtschaftsgeschichte des Ordens, zum Bergbau und zur Lebensmittelindustrie in diesen Klöstern, zur wirtschaftlichen Entwicklung im 13. und 14. Jahrhundert, zur Krise des Ordens im Spätmittelalter, auch zum Orden im Zeitalter der Reformation und zur Auswirkung der katholischen Reform in der Mitte des 16. Jahrhunderts auf die Ordensgeschicke. Zu guter Letzt wird man noch auf das Verhalten der Zisterzienser im Zeitalter der Aufklärung und Säkularisierung in Kenntnis gesetzt.


Über Bernhard von Clairvaux, der wohl stärksten kirchlichen Persönlichkeit zwischen 1120 und 1150, die aus der zisterziensischen Reformbewegung kam, hat man Gelegenheit sich einen biografischen Überblick zu verschaffen. Der Abt von Clairvaux gehörte 1119 zu den Unterzeichnern der ersten Verfassungsurkunde, der "Charta caritatis". Bernhard hatte an der Verfassung des Templer-Ritterordens mitgewirkt, der 1128 auf dem Konzil von Troyes bestätigt wurde. Des Weiteren setzte der Abt sich für die Umwandlung von Weltklerikerstifte in regulierte Chorherrenstifte ein.


Seine Autorität innerhalb der Kirchenhierarchie zeigte sich besonders auf der Synode von Etampes (1130). Hier ergriff der Abt Partei für den Franzosen Innozenz II. als Papst. Als die kirchenpolitischen Krisen immer heftiger wurden, entwickelte sich Bernhard zum "Mahner der Großen in Staat und Kirche".


Aufgrund seines Ansehens in Cluny, bei den Prämonstratensern, den Kartäusern, den Regularkanonikern und bei vielen Einsiedlern wurde er als Berater und Vermittler der Kurie in Rom unersetzlich. Zudem entwarf er für den Templer-Orden ein geistliches Programm und stand mit der Königin von Jerusalem, Melisande, im Briefwechsel.


Auf seinen Reisen, über die man Näheres erfährt, soll er Wunder bewirkt haben. Da man ihm teilweise den Fehlschlag des 2. Kreuzzuges anlastete, lehnte er die Leitung des daraufhin geplanten weiteren Kreuzzuges ab. Bernhard starb am 20.8.1153. Zu seinen Lebzeiten wurden allein 69 Tochterklöster zu Clairvaux gegründet, einige sollen bis zu 1600 km entfernt vom Mutterkloster liegen.


Lesenswert sind die Texte im Hinblick auf bedeutende Zisterzienserklöster in Europa. Hier auch liest man vom Stammkloster "Citeau" im Departement Cote d `Or, das 1098 von Abt Robert von Moslesme und 21 Gefährten gegründet wurde.


Clairvaux war das dritte Tochterkloster, gegründet 1115. Besiedelt wurde es vom heiligen Bernhard und dessen Verwandten und Freunden, die dem Kloster beigetreten waren.


Im Buch lernt man nachstehende Zisterzienserklöster auf Bildern kennen: Fontenay, Le Thoronet, Sènanque, Fontfroide, Pontigny, Longpont, Maulbronn, Bebenhausen, Salem, Bronnbach, Eberbach, Arnsburg, Haina, Altenberg, Marienstatt, Heilsbronn, Schulpforta, Chorin, Doberan, Heiligkreuztal, Zwettl, Staffarda, Fossanova, Poblet, Alcobaca, Fountains Abbey, Rievaulx Abbey, Byland Abbey, Roche Abbey, Melrose Abbey.

Zu jedem der bildlich vorgestellten Klöster erhält man eine kurze Beschreibung. Des Weiteren werden einzelnen Fotos zu den Klöstern textlich sehr gut erklärt.

Beeindruckend finde ich das gut erhaltene "Kloster Maulbronn", das 1536 säkularisiert wurde und seit 1993 zum Bestandteil des UNESCO Weltkulturerbes zählt, aber auch "Salem", das seit 1920 ein berühmtes Internat beherbergt. "Kloster Eberbach" im Rheingau habe ich schon vielfach besucht. Dessen romanische Pfeilerbasilika ist eines der wichtigsten Zeugnisse der frühen Zisterzienserbaukunst auf deutschem Boden. Die 1803 säkularisierte Abtei ist heute hessische Weindomäne und beherbergt das Abteimuseum.

Die gezeigten Zisterzienserklöster in England beeindrucken mich am meisten, vielleicht weil die Klosterruinen die Fantasie besonders anregen und man sich fragt, wie diese Klöster einst ausgesehen haben mögen als sie noch von Mönchen bewohnt waren.

Sehr schöne Fotos und hochinformative Texte machen das Buch empfehlenswert.

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Rezension:Magie leben: Der spirituelle Weg der modernen Hexe (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch fand den Weg auf meinen Schreibtisch gewissermaßen ohne mein Zutun und dort packte mich die Neugierde als ich den Klappentext und daraufhin zunächst das Inhaltsverzeichnis las.

Die Autorin nennt sich Claire und lebt in Leipzig, hat nach dem Abitur Soziologie studiert, befasst sich nun allerdings mit weißer Magie und verdient ihren Lebensunterhalt als erfolgreiche Buchautorin, Lebensberaterin und Hexe.

Das vorliegende Buch ist flüssig, spannend und hochinformativ geschrieben und befasst sich mit den zentralen Aspekten der Hexenkunst. Claire erläutert im ersten Kapitel zunächst den Unterschied zwischen Spiritualität und Religion, zeigt wie man Sonnenrituale durchführt, deren Ziel positive Veränderungen aller Art darstellen, erklärt die vier Elemente, den Begriff Initiation, auch, was man unter einem magischen Kreis zu verstehen hat und welche spirituellen Möglichkeiten er uns bietet.

Die Autorin verdeutlicht, dass modernes Hexentum großes Gewicht auf einen intuitiven, eher schamanischen Ansatz legt, schreibt u.a. von magischen Gegenständen und wie diese auf uns warten. Die Erfahrungen, die sie mit solchen Gegenständen machte und macht, kann ich bestätigen. Es gibt eine magische Ebene zwischen manchen Dingen und uns Menschen in ähnlicher Weise wie mitunter zwischen Mensch und Mensch. Mich verblüfft dies immer wieder.

Claire berichtet in der Folge viel Wissenswertes über Magie, allerdings sollten Leser nach der Lektüre nicht erwarten nun ein positives Leben "herbeihexen" zu können. So einfach geht das nicht. Die praktischen Hinweise zu Herstellung von magischen Raumsprays und die Übungen, die dazu verhelfen, einen spirituellen Weg zu beschreiten, finde ich interessant und auch die Erläuterungen Claires über den Sinn von Orakeln sind lesenswert.

Legt man einmal seine Vorbehalte beim Begriff "Hexe" ab und lässt sich auf das ein, was Claire schreibt, wird man feststellen, dass ihr Versuch Positives auf den Weg zu bringen, indem sie die Ebene des Sichtbaren verlässt, eine Methode darstellt, die in das Reich der Psyche vordringt und dort Regionen anspricht, die der Psychologe Jung in seinen Werken thematisiert hat und die in unseren Zeiten fast in Vergessenheit geraten sind. Dieses spirituellen Bewusstsein zu schärfen, halte ich für sinnvoll.
Empfehlenswert.
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Rezensionen:Starke Frauen aus dem Kloster: Zehn Ordensschwestern im Porträt (Gebundene Ausgabe)

Dr. Petra Altmann beschreibt in diesem Buch das Leben und Wirken von 10 Ordensschwestern. Bei den Damen handelt es sich um folgende Persönlichkeiten:

-Generaloberin Sr. Lintrud Funk, Barmherzige Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul, Untermarchtal

-Priorin Prof. Dr. Carmen Tatschmurat, Benediktinerinnen- Kommunität Venio, München- Nymphenburg

-Sr. Dr. Lea Ackermann, Missionarsschwestern unserer Lieben Frau von Afrika, Boppard-Hirzenach

-Sr. Cosima Kiesner, Congregatio Jesu, Zentrum Maria Ward, Augsburg

-Äbtissin M. Laetitia Fech, Zisterzienserinnenabtei Waldsassen

-Sr. M. Sophia Schlembach, Zisterzienserinnenabtei Waldsassen

-Hausoberin Sr. Margret Keuck, Mutterhaus der Steyler Missionarsschwestern, Steyl/ Niederlande

-St. Katharina Klara Schridde, Communität Casteller Ring. Niederlassung Berlin

-St. Luise Ziegler, Barmherzige Schwestern von hl. Vinzenz von Paul, Konvent St. Vinzenz, Stuttgart

-Hausoberin Sr. Andrea Anito, Missionsbenediktinerin Kloster Jakobsberg, Ockenheim

Dr. Altmann konstatiert, dass für die breite Öffentlichkeit auch heute noch die Ordenswelt ein Buch mit sieben Siegeln sei und Ordensleute nur aufgrund ihrer Funktion wahrgenommen werden. Speziell Ordensschwestern gegenüber entsteht das Vorurteil, sie widmeten sich unablässig dem Gebet und kontemplativen Tätigkeiten. Tatsächlich sieht es aber anders aus, wie die Beispiele oben zeigen.

Ich möchte der Lektüre des Buches nicht vorweggreifen und auch nicht die Spannung mindern, indem ich die einzelnen Porträts

in Kurzform im Vorfeld bereits skizziere, was ich  zugegebenermaßen zunächst vorhatte.

Besonders berührt hat mich der Lebensweg der noch immer sehr schönen Prof. Dr. Carmen Tatschmurat, die in den 1968ern als junge Studentin aus der Kirche austrat. Sie lernte im Studium dann ihren Lebenspartner, einen rumänischen Juden kennen, mit dem sie 24 Jahre bis zu dessen plötzlichen Tod zusammen lebte, trat zuvor bereits im Alter 35 erneut in die Kirche ein und ging später den Weg, der in den Ordnen führte. Es war ein arbeitsintensiver Weg, wie der aller der anderen Ordensschwestern, für die ein tätiges Leben im Sinne Gottes die Grundbedingung allen Engagements auf Erden darstellt.
Empehlenswert.

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Rezension:Das Herz-Chakra: Beziehungen durch die Kraft der liebe heilen (Gebundene Ausgabe)

Die Psychiaterin Brenda Davies hat mit ihrem Buch einen Text vorgelegt, in dem sie westliches und fernöstliches Wissen über die Seele vereint und unmissverständlich klar macht, dass die Liebe der Motor allen Lebens und der Motor für das Glück auf dieser Erde ist.


Die Liebe- und da stimme ich mit ihr 100prozentig überein - ist die einzige Kraft, die uns auf tiefer und grundlegender Ebene verbindet. Liebe ist ein universeller Impuls, der sich in unterschiedlicher Form zeigen kann. Darüber schreibt die Autorin in diesem Buch und auch darüber, was wir tun können, um die Kraft unserer Liebe auszudehnen.


Um Liebe als dynamische Energie zu begreifen, die wir nutzen, lenken und auch fühlen können, ist es notwendig, die Struktur und Wirkungsweise unseres Energiesystems zu verstehen. Man kann erlernen, ob unsere Energie fließt oder stecken bleibt und obschon es einige Übung kostet, lernen wir schließlich inneren Frieden herzustellen.


Unsere Energie wird uns konkret klarmachen, wenn Dinge, die man tut, nicht mit der eigenen Integrität übereinstimmen, wenn man in die Spur zurückfinden möchte. Man spürt, was für uns selbst richtig ist, unabhängig davon, was für andere richtig zu sein scheint. Intuitiv werden wir die wahre Botschaft hinter dem Verhalten anderer Menschen besser wahrnehmen, (vgl.: S. 23).

Davies arbeitet übrigens mit Affirmationen und Meditationen und zeigt dem Leser wie er diese anwenden können.


Die Autorin schreibt von der Aura, die jeden Menschen umgibt und die als menschliches Energiefeld gesehen werden muss. Die Aura hat verschiedene Funktionen, die Davies alle benennt. Sie hat vor allem eine Schutzfunktion, indem sie vieles von dem, was um uns herum vorgeht, ausfiltert, sodass wir weder mit Energie von außen bombardiert noch überflutet werden können. Ist die Aura beschädigt, kann es zu Problemen kommen. Eine feingestimmte Aura verfeinert unsere Wahrnehmung. Es gibt Menschen, die aufgrund ihrer Wesensart unsere Energie gewissermaßen aussaugen wollen, um sich damit zu bereichern. Solchen Energievampiren gegenüber wird man sensibilisiert und kann entsprechende Maßnahmen ergreifen, (vgl.: 27ff), Übungen dazu S.48.


Innerhalb der Aura gibt es unzählige sensorische Verbindungspunkte, sowie ein bestens organisiertes sensorisches System: das Chakra-System. Dabei sind die Chakras Verbindungszentren; Lichtwirbel, die sich, sofern sie gesund sind, ständig drehen, Energie aus dem Universum heranziehen, unser gesamtes System beleben und Energie aussenden, (vgl.: S 32).


Davies erläutert die Aufgaben der einzelnen Chakren und fügt den Erläuterungen Affirmationen an, die sich positiv auf die Gesundheit der Chakren auswirken.

Das Herz-Chakra ist das Zentrum der Liebe. Es ist das psychische Zentrum des Körpers und das Zentrum der Chakra-Kette. Man muss das Herz-Chakra als Ort des Ausgleichs und der Integration am Schnittpunkt mehrerer Achsen verstehen, der es im perfekten Gleichgewicht hält.

Das gesunde Herz-Chakra befähigt uns zu grenzenloser Liebe und dazu, die Einheit mit unseren Mitmenschen, vertrauten wie fremden, zu fühlen und glücklich zu leben, (vgl. S. 53).


Die Autorin reflektiert über viele Seiten hinweg das beste und bekannteste Heilmittel aller Übel, des Hasses und auch der Angst: die Liebe.


Davies nennt eine Vielzahl von Eigenschaften der Liebe und verdeutlicht, dass nur die Liebe Menschen wirklich heilen kann. Sie listet Kennzeichen von Menschen auf, die sich durch ihr Ego profilieren und insofern weit entfernt sind von der heilenden Energie des Universums und auch die Kennzeichen der Menschen, die auf einer Seelenebene leben.


In der Folge befasst die Autorin sich mit der psychischen Entwicklung eines Menschen, den Eltern, Brüdern und Schwestern und welche Wirkung diese auf das sich entwickelnde Kind haben. Sie thematisiert des Weiteren die Liebe zwischen Freunden und zwischen Partnern aber auch die Liebe zu Gott.


Davies geht es immer wieder darum, durch liebvolles Verhalten Beziehungen zu heilen und Menschen dazu zu verhelfen, dass deren Liebesenergie erneut in der Fluss kommt und zwar zum Wohle für deren Umfeld und für sich selbst.

Die Voraussetzung hierfür ist, der "Goldenen Regel" gemäß zu leben, d.h. andere so zu behandeln, wie man selbst gerne behandelt werden möchte.


Ein Buch, das ich gerne empfehle, weil es viele gute Gedanken enthält.

Empfehlenswert.

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Rezension:Liebe - Schicksal oder Geschenk des Himmels: Gibt es Dualseelen wirklich? (Gebundene Ausgabe)

Autorin dieses Buches ist Judy Hall. Sie befasst sich darin ausführlich mit dem Phänomen der Dualseelen und stellt die Frage, ob es diese wirklich gibt. Menschen, für die außer der konkret sichtbaren Welt nichts existiert, und die sich auch nicht vorstellen können, dass Wiedergeburt möglich ist, werden möglicherweise Probleme mit dem Text haben, obgleich sich Hall ausgiebig mit Platon und anderen Denkern aus vergangener Zeit befasst hat und diese als Zeugen für ihr Thema heranzieht.

Das Buch erläutert, weshalb wir so verzweifelt einen Seelenpartner suchen und wieso diese Suche für manche Menschen nicht immer so glücklich endet, wie ursprünglich erwartet. Es hilft auch zu verstehen, dass Seelenpartner eine unschätzbare Hilfe für unseren karmischen Prozess darstellen und macht deutlich, weshalb es "falsche Beziehungen" und "missverstandene Bindungen" nicht geben kann, denn jede Erfahrung ist letztlich ein Geschenk, das uns in unserer Entwicklung weiterbringen kann.

Seelenpartner sind zumeist Menschen, die sich einander schon in einer anderen Existenz begegnet sind, sei es in einem früheren Leben oder aber in einer anderen Dimension. Wir alle haben zumeist mehr als einen Seelenpartner. Es sind die Seelengefährten, die uns helfen, zu wachsen.

Die Autorin zeigt anhand vieler Beispiele was Seelenpartner bei Menschen bewirken können und dass man bereits beim ersten Blick fühlt, dass uns bestimmte Menschen vom Schicksal vorbestimmt sind. Dies muss nicht immer positiv sein.

Hall listet auf, woran man erkennt, dass uns ein Seelenpartner begegnet ist. Die Aufgabe eines Seelenpartners besteht darin, uns mit Themen zu konfrontieren, die unserer Aufmerksamkeit bedürfen, mit allen karmischen Lektionen und verinnerlichten Mustern mit allen ungeliebten und unerkannten Aspekten, denen wir so lange aus dem Weg gegangen sind- und mit unserem gesamten, bislang unentdeckten Potential, (vgl.: S.72/73).

Bemerkenswert finde ich, dass Hall auch Chuck Spezzano, eines seiner wirklich guten Bücher habe ich vor einiger Zeit rezensiert, heranzieht, der aufzeigt, dass es in Paar-Beziehungen verschiedene Stadien der Entwicklung gibt und genau diese Stadien, so konstatiert Hall werden auch in Beziehungen zu Seelenpartnern durchlaufen. Oft endet eine Beziehung in der sogenannten der "Toten Zone". Nur wenn man es schafft diese zu überwinden, ist Partnerschaft oder besser noch eine spirituelle Beziehung möglich.

Einer der Seelenpartner, der uns begegnen könnte, könnte übrigens unsere Dualseele sein, eine Seele, die wir als unseren Zwilling begreifen müssen. Dazu am Ende meiner Rezension Näheres.

Hall nennt eine Reihe von Gründen, weshalb es zu einer gemeinsamen Reinkarnation von Seelenpartnern kommt. Dazu zählen: Spirituelle Bindungen, unerledigte Aufgaben, Lektionen müssen noch gelernt werden, Liebe oder Hass, positiver Dienst am anderen, Verstrickungen, Schuldgefühle, Festhalten am anderen Herzen, karmische Bindungen, etc.. All diese Gründe erklärt Hall ausführlich.

Wichtig auch: Seelengefährten können zu unserer Seelengruppe, aber durchaus auch einer anderen Seelengruppe angehören. Letzere sollen neue Lerninhalte weitergeben.

Eine essentiellle karmische Lektion ist übrigens das Loslassen. Nur Loslassen gibt allen Beteiligten die Freiheit, ihren eigenen Weg einzuschlagen. Hall hebt hervor, dass es unser Leben dramatisch verändern kann, wenn wir es schaffen, eine Verbindung zu einem Seelenpartner in unserem jetzigen Leben loszulassen und zwar speziell dann, wenn diese Bindung aufgrund einer tiefen karmischen Bindung vorhanden ist, (vgl.: S.152). Loslassen bedeutet letztlich, weniger zu befürchten und mehr zu lieben, so die Autorin.

Hall wartet mit einer Reihe von Übungen auf, die uns helfen Verbindungen zu kappen. Es gibt Verbindungen, die uns auf der feinstofflichen, unbewussten Ebene nicht gut tun. Solche Verbindungen gilt es zu kappen. Eine verzweifelte Seele mit leidendem Herzen kann seinen Schwung im Leben verlieren oder immerfort boshaft und zynisch reagieren. Es ist wichtig, Vergebung zu schenken und diese auch zu empfangen, um auf diese Weise unliebsame Verbindungen zu kappen, die inneren Stillstand bewirken.

Lernen und Entwicklung sind der Sinn des Sein, dies ist das Credo von Judy Hall, dem ich in keiner Beziehung wiedersprechen möchte.

Neben den Seelengefährten gibt es nach Hall auch eine "Zwillingsflamme", ich nenne diese konkreter "Herzens-Du". Die Seelen- und Herzensbeziehung hat dann eine Tiefe, die weit über das Normalmaß hinausgeht. Wie die Autorin so schön schreibt: "Der Zauber und Sinn für das Wunderbare verblassen nie, sie werden jeden Augenblick neu", (Zitat: Seite 305).

Die Dualseele, sprich diese "Zwillingsflamme" in unser Leben zu rufen, ist für unsere spirituelle Entwicklung weitaus erfüllender als die Suche nach Seelenpartnern. Wieso das so ist, begründet Hall auf den letzten Seiten des Buches.

Ein Buch, das ich gerne weiterempfehle, speziell an all jene, die offen sind auch für esoterische, spirituelle Buchinhalte, die in diesem Fall viele tiefere Weisheiten enthalten.
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Rezension: Schule der Hohen Magie I &II: (Sonderausgabe)

Diese beiden Bücher enthalten alles, was man in der Theorie und Praxis über Magie wissen muss, verspricht der Autor Frater V.D. bereits auf der Rückseite der Kassette.

Meine Absicht besteht freilich nicht darin, zukünftig als Magierin auf dieser Plattform oder anderenorts zu agieren, sondern mich interessiert nur, was es mit der Schule der "Hohen Magie" auf sich hat.

Magie ist offenbar eine zu erlernende Fähigkeit, mit Hilfe veränderter Bewusstseinszustände im Einklang mit dem Willen Veränderungen herbeizuführen. Dabei bedient sie sich sowohl rationaler als auch irrationaler Bestandteile der menschlichen Persönlichkeit. Sie zielt auf die Ganzheit und Einheit des Menschen, denn nur, wenn beide Seiten miteinander harmonieren, lassen sich magische Erfolge erzielen.

Magische Fähigkeiten sind offenbar nur dann zu erwerben, wenn man regelmäßig übt.

Gleich zu Beginn des ersten Bandes erlernt man die Techniken für das kleine bannende Pentagramm, ein Ritual, das offenbar hilft, negative Strömungen nicht an sich heranzulassen. Anschließend wird man umfassend in die Ritualistik, die Elementmagie, in die Mantramistik, in die Geldmagie, in die Strukturen magischer Trance, in die Paradigmen der Magie, in die praktische Talismantik, in die Chaos-Magie und die Kybermagie eingeführt.

Im zweiten Buch geht es um Magie und Yoga, um praktische Spiegelmagie, praktische Kabbala, Mudras, Magie der Bibel, Schamanismus, Volksmagie, Magische Orden und anderes mehr.

Da ich es grundsätzlich für denkbar halte, dass man mit Hilfe veränderter Bewusstseinszustände im Einklang mit dem eigenen Willen Veränderungen herbeiführen kann und diese beiden Bücher keinen abgründigen Schadenszauber im Sinn haben, sondern das Gegenteil bezwecken, nämlich Heilung und Befriedung, empfehle ich sie gerne weiter.

Es steht mir nicht an, über die tatsächliche Wirkung von Magie zu urteilen, urteilen kann ich nur über die Art und Weise wie der Autor die "Hohe Schule der Magie" dem Leser entgegenbringt. Sowohl inhaltlich als auch sprachlich sind die Texte auf hohem Niveau angesiedelt und verdeutlichen wie sehr dieser weltbekannten Meisters der Magie sich mit dem Thema befasst hat. Dass sich in allen Zeiten Menschen aller Gesellschaftsschichten mit Magie auseinandergesetzt haben, sollte nachdenklich stimmen. Vielleicht steckt doch mehr zweckdienliches Wissen dahinter als wir heute wahrhaben wollen.

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Rezension:Orden und Klöster: 2000 Jahre christliche Kunst und Kultur (Gebundene Ausgabe)

Dieser Prachtbildband der Autorin Kristina Krüger mit traumhaften Fotografien von Achim Bednorz thematisiert 2000 Jahre christliche Kunst und Kultur.

Untergliedert ist das Buch in:

Frühes Mönchtum

Mönchtum im frühen Mittelalter

Benediktinisches Mönchtum im hohen Mittelalter

Eremitische Lebensformen und andere Reformbewegungen

Die neuen Orden des 12. Jahrhunderts

Ritterorden

Frauenorden

Bettelorden

Byzantinisches Mönchtum

Spätmittelalter, Reformation und Gegenreformation

Barocke Hochphase der Benediktiner

Mönchtum und Ordensleben im 19. und 20. Jahrhundert

Erläutert wird gleich zu Beginn die Bedeutung des Mönchtums in der christlichen Religion, auch wird man mit den Anfängen des Christentums vertraut gemacht und liest von Askese sowie Enthaltsamkeit und in diesem Zusammenhang von der negativen Haltung Paulus` zur Sexualität, der den menschlichen Körper, das Fleisch, als Sitz der bösen Triebe ausmachte, der gegen den Willen Gottes gerichtet war, (vgl.: S.15). Aufgeklärt wird man u.a. über die Anfänge des Mönchtums im Westen, erfährt Näheres zu den Personen Augustinus, Martin von Tours, über die Provenceklöster, das Rhonethal und die Magisterregel. Auch Benedikt von Nursia kommt zur Sprache und man kann sich hier sehr schöner Freskenabbildungen erfreuen, die vom Leben Benedikts berichten.


Das Ende des römischen Reichs und die damit verbundene neue Rolle der Klöster wird breitgefächert thematisiert. Spannend zu lesen ist die Entwicklung in den Nachfolgestaaten des Römischen Reiches, hier vor allem Irland, dem Land der Missionare und der frühmittelalterlichen Kunst in diesem Land.


Über die Klöster im Karolinger Reich wird man informiert. Eine Abbildung der "Torhalle" vom Reichskloster Lorsch wurde natürlich nicht vergessen und man hat Gelegenheit sich in den St. Gallener Klosterplan zu vertiefen. Es werden eine Vielzahl von in jenen Tagen entstandenen Klöstern thematisiert, die man aufgrund vieler Bilder auch visuell näher kennenlernt, darunter auch St. Benoit-sur-Loire, einen Ort, den ich Ende der 1990er Jahre besucht habe und der mir aufgrund seiner beeindruckenden Aura noch gut in Erinnerung ist.
Ein sehr guter Beitrag ist der klösterlichen Buchmalerei gewidmet. Hier bleibt auch nicht unerwähnt, dass der größte Teil der in den Klöstern produzierten Bücher religiösen Inhalts war, zu denen liturgische Bücher, die im Gottesdienst zum Einsatz kamen, zählten, gleichwohl auch Andachtsbücher, die der persönlichen Frömmigkeit dienten, (vgl.: S.68).


Kloster Cluny lernt man kennen, das im Mittelalter nicht zuletzt wegen dem Weitblick, den Fähigkeiten und der Zielstrebigkeit der Äbte zum prägenden Reformzentrum wurde. Obgleich es nicht das einzige bedeutende Reformkloster des 10. und 11. Jahrhunderts war, war es zweifelsohne das einflussreichste, (vgl.: S.84).
Es ist unmöglich all die dem Mittelalter zugehörigen, im Buch fokussierten Klöster im Rahmen der Rezension zu benennen. Viele davon befinden sich in Frankreich, so auch "Mont -St. Michel". Von den mittelalterlichen deutschen Klöstern beeindruckt mich "Maria Laach" am meisten und nicht nur deshalb, weil meine Großmutter väterlicherseits dort stets ihre Pilgerreisen hin unternahm.


Über die Kartäuser wird man ab Seite 148 ausgiebig aufgeklärt und lernt einige von deren Klöstern kennen, analog wird dann mit den Zisterziensern verfahren, einem Orden, der im 12. Jahrhundert entstand. Über Bernhard von Clairvaux (1090-1153), dem berühmten Zisterzienserheiligen erfährt man Wissenswertes und auch über die Ausbreitung dieses Ordens, über die Vorgehensweise bei zisterziensischen Klostergründungen, über die Vorschriften zu Architektur und Kunst u.a. mehr.


Aufgeklärt wird man ausführlich über einen Tag im Leben eines Mönches um 1200. Zisterziensermönche, die lesen und schreiben vermochten, mussten im Kloster selten mit der Hand arbeiten (sieht man von Küchen- und Gartenarbeiten ab), stattdessen agierten sie in der Klosterverwaltung oder fertigten Texte, die für den Gottesdienst benötigt wurden an, (vgl.: S.199).


Man liest von der Bedeutung des Wassers und den Brunnenhäusern in Klöstern, lernt fotografisch auch solche kennen, nicht zuletzt auch die Brunnenkapelle des ehemaligen Zisterzienserklosters Maulbronn, die auf dem spätromanischen Sockel des Brunnenhauses errichtet wurde.


Kloster Eberbach wird auf den Seiten 218-219 gezeigt und kurz besprochen. Dieses Kloster habe ich schon oft besucht und kann einen Ausflug dorthin nur sehr empfehlen.


Die Prämonstratenser und deren wichtigste Klöster lernt man kennen, bevor man sich mit Ritterorden ausgiebig befassen kann. Hier geht es um die Pilgerfahrt nach Jerusalem und die Kreuzzüge. In diesem Zusammenhang kann man sich ausführlich mit den Templern, den Johannitern, dem Deutschen Orden und den Ritterorden auf der Iberischen Halbinsel befassen. Die Marienburg in Polen bleibt in der Gesamtdarstellung dieses Themenkomplexes natürlich nicht ausgespart, sondern wird mehr als nur zufriedenstellend abgehandelt.


In der Folge lernt man Frauenorden näher kennen und wird über die gesellschaftlichen Funktionen von Frauenklöstern informiert, aber auch über das Leben der Frauen im Kloster und über die mystischen Visionen von Ordensfrauen. Sehr gefreut habe ich mich über die vielen sehr guten Fotos von Fontevraud (alt.: Fontevrault). Dort ist u.a. Eleonore von Aquitanien bestattet.


Zu lesen lohnt sich übrigens auch die ausführliche Beschreibung der Klostergärten im Mittelalter.


Ab Seite 284 kann man sich in das Wesen von Bettelorden vertiefen, sich mit den Franziskanern vertraut machen und die Kirche S. Francesco in Assisi anhand von Fotos kennenlernen. Zur Sprache gebracht werden auch Dominikaner, Augustiner-Eremiten und Karmeliter und auch hier lernt man deren kirchliche Bauten kennen, um sich schließlich mit dem byzantinischen Mönchtum auseinanderzusetzen und deren Mönchslandschaften und Klostersiedlungen auf Bergen und Inseln kennenzulernen. Sehr beeindruckend finde ich das Johanneskloster auf Patmos, (siehe Seite 338) und das Hauptkloster des Berges Athos, (siehe Seite 340).


Das Spätmittelalter, die Reformation sowie Gegenreformation und in diesem Zusammenhang der neue Orden der Jesuiten aber auch das Klosterleben im Zeitalter des Barock sind Themen die fast zum Schluss dieses Buches abgehandelt werden, gefolgt von der Darstellung des Mönchtums und Ordenslebens im 19. und 20. Jahrhundert (die Trappisten, die Salesianer Don Boscos, die Vinzentinerinnen).


Wer sich mit dem Eremitentum näher befassen möchte, sollte nicht verabsäumen den Beitrag von Freddy Derwahl (Seite 414-419) zu lesen und sich immer wieder Zeit nehmen, um sich in die Bilderwelt dieses großartigen Buches zu vertiefen, von dem eine Ruhe ausgeht, die mehr als nur berührend ist.

Empfehlenswert.

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