Dieses Blog durchsuchen

Rezension: Alles Gute! Die schönsten Texte und Bilder von Papst Benedikt XVI-Herder

Heute am 16.4.2017 feiert Papst Benedikt XVI. seinen 90. Geburtstag. Simon Biallowons hat deshalb das vorliegende schöne Büchlein herausgebracht, das u.a. lesenswerte Ansprachen, Meditationen, Predigten sowie Anekdoten und eine große Anzahl von ansprechenden Fotos des Jubilars enthält. 

Das Vorwort  zu diesem Bildbändchen hat Papst Franziskus geschrieben. Er hebt hervor, dass ihm immer dann, wenn er Werke von  Joseph Ratzinger / Benedikt XVI. lese, bewusst werde, dass dieser Theologie "auf Knien" betrieben habe. Benedikt XVI. sei ein Mann, der wirklich glaube und wirklich bete. Man erkenne bei ihm, dass er ein Mann des Friedens sei und damit ein Mann Gottes. 

Biallowons stellt Benedikt XVI. als großen Liebhaber klassischer Musik vor und erwähnt speziell dessen Affinität zu Mozart. Die c-Moll-Messe dieses Komponisten habe er erstmals 1941 in Salzburg gehört habe. Nicht grundlos sagt Benedikt XVI: "Mozart ist schön, wie die Schöpfung schön ist.“ 

In seiner Ansprache vom 4. Juli 2015 reflektiert Benedikt XVI. die drei Ursprungsorte der Musik. Der dritte Ursprungsort ist die Begegnung mit dem Göttlichen, die von Anfang an zum Menschsein gehöre. Die Reinheit und Größe von Musik hänge mit dieser Begegnung zusammen, die sich in Liebe und Schmerz offenbare. 

Ich möchte die Anekdoten im Buch hier nicht verkürzt hier wiedergeben. Gesagt sei, dass sie uns den Jubilar menschlich sehr nahe bringen. Dies aber geschieht auch durch die Bilder dieses freundlichen Kirchenmannes, der seines Erfolgs als Autor wegen nicht zuletzt auch als "Bestsellerpapst" bekannt ist. 

Die Fotos dokumentieren, dass Benedikts Herz als Papst sich für die ganze Welt geöffnet hat und sich viele Menschen ihm nahe fühlen, auch noch heute, wo er schon lange auf die aktive Ausübung des Petrusdienstes verzichtet hat und  Papst Franziskus sich als ein würdiger Nachfolger erweist. 

Empfehlenswert

Helga König 

Überall im Handel erhältlich 

Onlinebestellung: Herder oder Amazon

Rezension: Schluss mit der Angst- Notker Wolf- Herder

Der Autor dieses Buches ist der Abtprimas Notker Wolf OSB. Er wurde 1977 Erzabt der Benediktinerabtei St. Ottilien und war von 2000 bis 2016 als Abtprimas der höchste Repräsentant des Benediktinerordens mit über 800 Klöstern und Abteien weltweit. Gemeinsam mit dem Co-Autor Simon Biallowons, einem studierten Philosophen, hat er das vorliegende Buch verfasst, welches sich an Bücher wie "German Angst" von Sabine Bode anreiht, das ich 2008 bereits rezensiert habe. Besagte Angst scheint zwischenzeitlich noch tiefer in die Gesellschaft eingedrungen zu sein. 

Notker Wolf erzählt von seinen Lebenseindrücken aber auch von seinen Ängsten, die es für ihn stets zu überwinden galt. Er weiß, dass jeder Mensch Angst hat, weiß auch dass Angst ansteckend ist und auf diese Weise "Angst-Gesellschaften" entstehen können. Wer Angst habe, mache dicht und zwar emotional, rational und oft auch rein physisch. 

Der Autor reflektiert die durch Verängstigung entstandenen Blockaden der Gesellschaft und verrät wie er selbst mit diffuser Angst umgeht. Resilienz als Schlüsselbegriff im Umgang mit Angst vergisst Notker Wolf natürlich nicht zu erwähnen. 

Der Abtprimas hat viele Vorträge für Manager und Führungskräfte gehalten. Dabei hat er in Erfahrung gebracht, dass auch sehr erfolgreiche Menschen letztlich auf Zuspruch angewiesen sind, weil Zuspruch Mut macht, Widerstände zu überwinden. 

Die großen Heiligen im Christentum waren Profis im Scheitern, so der Autor. Scheitern sei menschlich und christlich. Nicht christlich allerdings sei, aufzugeben und sich in Angst einzugraben. Notwendig sei es, Existenzängste, auch die Angst vorm Scheitern abzubauen. Die Angst vor dem Fremden macht Begegnungen und Dialoge mit Fremden notwendig. Hier auch ist Kontrollverlust ein Thema. All diese Verunsicherungen zu überdenken, schenkt die Chance Angst zu verlieren. 

Sogenannte Wutbürger, über diese schreibt  Notker Wolf auch, sind Menschen, die ängstlich sind und sich überfordert fühlen, es aber letztlich nicht wirklich sind. Mehr Mut- und weniger Wutbürger in Deutschland wünscht sich Notker Wolf. Dabei sind Mutbürger solche, die den Mut haben, sich Herausforderungen  der Zeit zu stellen, die er im Einzelnen benennt. 

Eine Herausforderung ist beispielsweise die Integration der Fremden im Land. Hier beispielsweise ist Barmherzigkeit gefragt, die das Gegenteil von Herzenshärte darstellt. Demut und Barmherzigkeit sind Tugenden, die für Benediktiner von Bedeutung sind. Darüber mehr zu erfahren, ist natürlich sehr spannend, weil hier alles zusammenspielt und deutlich macht, das diffuse Angst in unserer Zeit viel damit zu tun hat, dass Menschen zu wenig in Grundwerten gefestigt sind. 

Notker Wolf appelliert Hoffnungsträger zu werden, sprich anderen die Angst zu nehmen und Hoffnung zu geben. Ohne Hoffnung sei das Leben nur schwer zu ertragen. Deshalb müssen wir alle Hoffnungsträger sein. 

Was Hoffnung ist und ermöglicht, erfährt man in der Folge und man darf sich auch mit dem Begriff "Hoffnungsschimmer" befassen, zu dem der Autor eine bemerkenswerte Assoziation hat.

"Gottvertrauen statt Heidenangst" titelt der Autor ein Kapitel und schreibt, dass für ihn Gottvertrauen in seinem bisherigen Leben möglicherweise die wichtigste Konstante gewesen sei. Sich nicht zu fürchten, weil wir auf Gott vertrauen können, ist ein schöner Gedanken, den man zulassen sollte, um sich so angstfrei allem Fremden gegenüber zu öffnen, das letztlich stets den Geist weitet und uns Erkenntnis und so vieles mehr schenkt. 

Sehr empfehlenswert. 

Helga König

Überall im Handel erhältlich

Onlinebestellung: Herder oder Amazon

Rezension- Franziskus- Ein Lebensbild- Andreas Englisch- C. Bertelsmann

Autor dieses reich bebilderten Buches ist Andreas Englisch. Er gilt als einer der bestinformierten Journalisten im Vatikan. 2015 erschien sein Buch "Der Kämpfer im Vatikan. Papst Franziskus und sein mutiger Weg", das in 14 Ländern veröffentlicht und über 500 000 Mal verkauft wurde. 

Auch das vorliegende Werk befasst sich mit Lebensstationen des jetzigen Papstes, der am 17. Dezember 2016 80 Jahre alt wird. 

Neben mehr als 200 zumeist unbekannten Bildern erwarten den Leser Einblicke in das Leben und Wirken dieses Papstes, der für eine grundlegende Veränderung in der Kirche steht. Der Argentinier stammt aus keiner Klerikerfamilie. Er wurde einst Priester aus dem tiefen Glauben an Gott heraus. 

In Argentinien versuchte er als Erzbischof von Buenos Aires jahrzehntelang die Auswirkungen der brutalen Militärdiktatur mit über 30 000 Todesopfern, die man größtenteils verschwinden ließ, zu lindern. Dabei reifte bereits in seiner Kindheit und Jugend die Überzeugung, dass er selbst und die Kirche an die Seite der Armen gehörte und genau danach handelt er. 

Dieser Mann möchte sich nicht abschirmen lassen. Er umarmt alle und macht deutlich, dass er beschützen möchte.  Man sieht auf vielen der Fotos, dass er die Menschen sucht. Selbst in den Slums hat er keine Berührungsprobleme. Er möchte bei allen Menschen sein und  Zuversicht schenken.

Franziskus lebt sehr bescheiden, obschon er das nicht müsste, kommt nicht als Mann in Purpur zu den Armen, sondern will Armer unter Armen sein. In vielen anderen Beziehungen- das macht das Buch auch klar- unterscheidet dieser Papst sich ebenfalls von seinen Vorgängern. Für ihn gibt es keinen Krieg der Religionen. Er weiß, dass alle Religionen den Frieden lieben und ist sich bewusst, dass der Krieg von anderen gewollt wird. Franziskus sagt: "Es gibt einen weltweiten Konflikt, es geht um Interessen, um Geld, um die natürlichen Ressourcen, aber keinen Religionskrieg“

Seite für Seite verdichtet sich das Bild dieses großartigen Menschenfreundes, der die Wirtschaftsordnung als ungerecht anprangert und das Streben nach Wachstum für verfehlt hält. Er sieht im ungerechten Wirtschaftssystem die Ursache für Krieg und Terror. Da stimmt man ihm wie in vielen anderen Betrachtungsweisen problemlos zu und fühlt sich vom Oberhaupt der katholischen Kirche besser verstanden als von den meisten Politikern. 

Man erfährt in der Folge mehr über den Umbau der Kirche.  Thematisiert werden:

Die interreligiöse Freundschaft
Globalisierung kontra Machterhalt 
Amoris Laetitia 
Heisses Eisen Homosexualität 

Franziskus ist eindeutig ein weltoffener Mensch. Wenn er seine Priester warnt, dass der Beichtstuhl "keine Folterkammer" sei, spricht dies auch für seine Toleranz. Dass er eine arrogante Kirche im Goldbrokat ablehnt, spricht für ihn als demütiger Mensch und dass er Kardinäle ernennt, die am Ende der Welt auf Inseln im Pazifik bei Armen leben, zeigt ebenfalls, dass er frei von Hochmut Mensch unter Menschen sein möchte.. 

Alles, was über ihn zu lesen ist, schenkt Hoffnung und Zuversicht auf eine bessere Welt. Wer ihm folgt, hilft ihm bei Umbau unserer verkommenen Giergesellschaft und trägt zur Rettung der Welt bei.

Sehr empfehlenswert. 

Helga König


Das Buch ist überall im Handel erhältlich

Onlinebestellung: C.Bertelsmann oder Amazon

Rezension: Geo Epoche Nr. 81 – Das Christentum

Die Geo Epoche Nr. 81 befasst sich im Rahmen von 19 Textbeiträgen unterschiedlicher Autoren mit dem Christentum. Eine Fülle von Bildern begleiten die informativen Texte, die Ereignisse in verschiedenen Jahrhunderten beleuchten und mit der Hinrichtung des Wanderpredigers Jesus von Nazareth  in Jerusalem ihren Anfang nehmen. 

Da eigene Schriften von Jesus nicht überliefert sind,  galt  es unzählige kleinere und größere Versatzstücke von Forschern zu finden, um das Lebensbild des Predigers zusammenzusetzen. Heute sind  rund 5000 antike Abschriften und Fragmente des Neuen Testaments erhalten, die das Bild prägen. 

Thematisiert werden  im Magazin  u.a. der Streit der Apostel und auch die Christenverfolgung im 3. Jahrhundert nach Chr. Damals wurden Tausende von Gläubigen gefoltert und hingerichtet. Im Jahre 203 wurde Vibia Perpetua in der Arena von Kartago hingerichtet, weil sie sich öffentlich zum Christentum bekannte. Doch schon viel früher wurden in Rom Christen verfolgt. So ließ Kaiser Nero viele Gläubige in Rom hinrichten. 

Im 3. Jahrhundert wurde die Verfolgung immer weiter verschärft. Deshalb wichen zahlreiche Christen in den Untergrund aus und andere verleugneten ihren Glauben. Ab 311 n. Chr. begann der römische Kaiser die Christen zu dulden, dann sogar zu fördern und schließlich wurde der christliche Glaube zur Religion des römischen Reiches. 

Zur Sprache gebracht wird die Reconquista, dabei geht es um den Krieg der Christen gegen die Muslime in der Levante und um die Rückeroberung der von den Mauren beherrschten Iberischen Halbinsel. Auch die Schlacht bei Konstantinopel, wo die Christen Ostroms mit ihren Glaubensbrüdern im Westen über theologische Fragen stritten, bleibt nicht ausgespart.

Über Franziskus von Assisi liest man Wissenswertes. Ihm schlossen sich 13. Jahrhundert immer mehr Menschen aus allen Schichten an. 10 Jahre nach der Gründung seines Bettelordens zählte die Gemeinschaft schon 5000 Mitglieder. Sein Ideal war die heilige Einfalt. Seine Brüder warnte er, Predigten nur auf Buchweisheiten zu stützen. Für ihn gelten Taten mehr als Worte. Er wollte, dass seine Ordensbrüder Buße und Umkehr vorlebten und auch Friede und Versöhnung. Viele Gedanken von Franz von Assisi kennt man aus dem Munde von Papst Franziskus, wie im Text nicht grundlos erwähnt wird. 

Dann liest man über den böhmischen Priester Jan Hus der wider die Habsucht, Unmoral und Heuchelei der Kleriker predigte und 1415 durch das Konzil von Konstanz zum Feuertod verurteilt wurde und auch Luther ist ein Beitrag gewidmet. In der Folge kommen der 30. Jährige Krieg zu Sprache und die Französische Revolution. Jetzt vertrieben die Aufklärer Gott aus dem Zentrum des Universums und die Religion wurde durch einen Kult der Vernunft ersetzt. 

In der Neuen Welt suchten Protestanten Schutz und später dann widmen sich in der Befreiungstheologie Lateinamerikas  katholische Priester dem Kampf um Gerechtigkeit. 

Über all das und mehr kann man sich ausgiebig in dem vorliegenden Magazin informieren, das ich sehr gerne weiterempfehle. 

Das wahre Christentum  lebt die Liebe und überwindet  damit die Selbstsucht.

Helga König

Überall im Handel erhältlich

Onlinebestellung: Geo

Rezension: Von Gipfeln und Tälern des Lebens –Anselm Grün

"Wandern bedarf der Disziplin. Wir können die Erfahrungen, die wir dabei machen, auf unser gesamtes Leben übertragen" (Anselm Grün)

Autor dieses schönen Buches, das voller Lebensweisheit steckt, ist der Benediktinermönch Dr. Anselm Grün.

Seinen Text über das Wandern hat er seinen Geschwistern gewidmet, weil er mit diesen die meisten diesbezüglichen Erfahrungen gesammelt hat. 

Anselm Grün schreibt eingangs, dass er im Laufe der Jahre das Wandern immer mehr als Bild für seinen Weg als Mensch zu sehen gelernt habe. Beim Wandern gehe es wie im Leben darum, sich neuen Herausforderungen zu stellen, seine Kräfte zu erproben und an Aufgaben zu wachsen. Beim Wandern gelange man wie im Leben immer wieder an seine Grenzen, müsse sich neu orientieren, erfahre Gipfelerlebnisse und Talsohlen, beschwerliche Aufstiege und wehmütige Abschiede. Zudem werde man mit sich selbst konfrontiert, erlebe auch gegenseitiges unterschützen u.a. mehr. 

Von den Ideen, die Anselm Grün beim Wandern gekommen sind, erzählt dieses Buch. 

"Einen Weg zu gehen, heißt immer auch, Abschied zu nehmen von einem anderen", schreibt er da. Es sei Energieverschwendung über getroffene Entscheidungen nachzugrübeln und einem Weg, den man nicht gegangen ist, nachzutrauern. Leben bedeute, sich zu entscheiden. Nur so gestalte man seine Lebensgeschichte. Wer nicht entscheide, über den werde entschieden. 

Der Autor denkt auch über das Zögern nach und empfiehlt, seine Unsicherheit unter den Arm zu nehmen und sich auf den Weg zu machen. Weshalb Weggefährten wichtig sind und was sie für uns bedeuten, ist ein Thema, bevor man über den Aufbruch und das Innehalten Praktisches und Tiefsinniges erfährt und schließlich liest, dass das Gehen auch ein Sich –frei-Gehen vom eigenen Ego sei. 

Leben benötige eine Balance zwischen Rasten und Wandern, Ruhe und Arbeit. Wer sich keine Auszeit nehme, den zwinge mitunter der Körper dazu. Auftanken, sich erneut aufmachen, loslassen, um ganz präsent zu sein, darum geht es im Leben, lehrt das Wandern. 

Gipfelerfahrungen… Wie geht man mit Erfolg um? Auch darüber reflektiert Anselm Grün und rät Erfolge im Leben bewusst wahrzunehmen, um sich an trüben Tagen erinnern zu können. 

... und  über den Berg der Versuchung liest man. Es handelt sich hierbei um die Hochmut, die Folge von Gipfelerlebnissen sein kann und die uns letztlich in die Isolation führt. Es sind nicht wenige, so der Autor, die das Erstürmen der Gipfel dazu nutzen, um vor ihrem Alltag in die Grandiosität zu flüchten und immer einsamer werden. Dies muss man sich bewusst machen, um selbst nicht in die Falle zu tappen.

Auch über das Älterwerden schreibt der Autor und darüber, dass man sich damit aussöhnen muss, in fortgeschrittenen Jahren nicht mehr jeden Gipfel besteigen zu können. Er  nennt auch  das Phänomen der Umwege und hilft zu erkennen, dass Umkehren keine Niederlage ist, sondern eine Möglichkeit, einen neuen Weg zu finden. 

Neben diesen und vielen anderen Betrachtungen, wird man mit biblischen Bildern zum Thema Weg und Berg vertraut gemacht. Diese Gedanken runden persönlichen Erlebnisse des Autors ab, der, das darf natürlich nicht unerwähnt bleiben, stets auf dem Weg zu Gott ist.

Das lehrreiche Buch endet mit sehr zuversichtlichen Worten aus dem Buch des Propheten Jesaja: 

"Auch wenn die Berge von ihrem Platz weichen und die Hügel zu wanken beginnen- meine Huld wird nie von dir weichen und der Bund meines Frieden nicht wanken, spricht der Herr, der Erbarmen hat mit dir.“ (Jes 54,10)

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Überall im Buchhandel erhältlich

Rezension: Rituale der Stille- Anselm Grün- Vier –Türme-Verlag

"Wenn wir in der Stille in uns hineinhören, bricht in uns eine unendliche Sehnsucht auf." (Anselm Grün). 

Dieser Tischaufsteller enthält Rituale des Benediktiners Anselm Grün, die als Schlüssel verwendet werden können, der zum Geheimnis und zur Tiefe der Stille führen. Die Rituale verhelfen zu einem friedvollen Leben.

Neben den Ritualen enthält der Tischaufsteller schöne Bilder und Zitate von Anselm Grün, die sich mit der Stille befassen.  Nur wenn man  wirklich still wird, so der Autor, kann man sich selbst spüren und seinen inneren Wert, das göttliche Kind in uns entdecken. Dieses Kind nimmt uns an die Hand, zeigt uns Wege für unser Leben zu anderen, für unser Leben mit Gott.

Die Rituale verhelfen dem Leser dazu, dass Gedanken und Gefühle zur Ruhe kommen. Sie überzeugen und lassen sich zumeist problemlos umsetzen. 

Eines der Rituale möchte ich an dieser Stelle zitieren: 

Alles darf so sein, wie es ist. 
Wenn du nach einem anstrengenden Tag 
Das Gefühl hast, gegen Wände zu rennen 
und gar nichts bewirken zu können,
halte inne und werde still.
Erlaube allen Situationen genauso zu sein,
wie sie sind. Lass Deine Anstrengungen los, 
nimm alles so an, wie es ist, und urteile nicht. 
So kann in dir Ruhe entstehen, 
die dich gelassener 
mit allem umgehen lässt. 

Dazu dann gibt es umseitig ein Zitat, der das Ritual zusammenfasst 

"Wenn wir innerlich dem zustimmen, was ist, können wir zur Ruhe kommen." 

Sehr empfehlenswert.

Helga König

Überall im Fachbuchhandel erhältlich
Onlinebestellung  Vier-Türme-Verlag oder Amazon

Rezension: Deutschland als multireligiöser Staat- Eine Herausforderung- Hans Markus Heimann

Autor dieses Buches ist Prof. Dr. Hans Markus Heimann. Er lehrt Öffentliches Recht und Staatstheorie an der Hochschule der Bundesrepublik Deutschland. Sein Anliegen ist es, ausgehend von der im Grundgesetz garantierten Religionsfreiheit, einen konzisen Überblick über alle staatlichen Regelungen, die Religion und Weltanschauung betreffen, zu machen. 

Es ist nicht nur die aktuelle Zuwanderung von muslimischen Flüchtlingen in Deutschland, sondern auch der immense Ausstieg aus den beiden großen christlichen Religionen und Weltanschauungen, die das Verhältnis von Staat und Religion vor eine neue Herausforderung stellt. 

Heimann reflektiert, um die neue Herausforderung zu lokalisieren, zunächst den multireligiösen Staat in Deutschland, um anschließend im Rahmen des Abschnitts "Das Verhältnis von Staat und Religion in Deutschland" die Kriterien Neutralität, Laizismus, Parität, Neutralitätsausnahmen und Toleranz näher zu betrachten. Wissen sollte man, dass Toleranz beispielsweise ein außerrechtlicher Maßstab ist und kein Schlüssel zur staatlichen Bewältigung multireligöser Konfliktlagen. Dabei spielt es keine Rolle, um welche Konzeption von Toleranz es sich handelt, sei es Erlaubnis, Koexistenz, Respekt oder Wertschätzung. 

Für staatliche Entscheidungen religiös motivierter Problemlagen können generell nur Religionsfreiheit und Neutralität als Maßstab dienen. Warum das so ist, wird näher im Buch erklärt. 

Weiter geht es im vorliegenden Werk um die grundrechtliche Dimension der Vorstellung von Religionsfreiheit als "magna charta" des multireligiösen Staates. Hier werden Begriffe wie individuelle und kollektive Religionsfreiheit ausgelotet, u.a. auch über religiöse Gleichheit und aktuelle Konfliktfelder nachgedacht. Zur Sprache kommen religiöse Symbole in staatlichen Räumen, Religionsfreiheit in staatlichen Einrichtungen, auch religiös motivierte Kleidung, Schächten, Beschneiden, Glockengeläut und Muezzinruf, Kirchenasyl u.a.m. 

Im letzten Abschnitt dann wird die historische Dimension des Religionsrechts staatskirchlichen Ursprungs in Augenschein genommen und beispielsweise über die Finanzierung von Religionsgemeinschaften, auch über schulischen Religionsunterricht und Verträge zwischen Staat und Religionsgemeinschaften informiert. 

Die komplexen Erörterungen des Autors machen deutlich, dass unser Staat dem Anspruch multireligiös zu sein, gerecht wird und zwar so, dass er bei größtmöglicher religiöser Freiheit das friedliche Zusammenleben seiner Einwohner gewährleistet. Die Herausforderungen des friedlichen Zusammenlebens, so Heimann, liegen auf einem anderen Feld. Jeder einzelne Bewohner unseres Landes muss für sein Tun akzeptieren, das Voraussetzung für ein Leben mit dem Grundgesetz die Anerkennung der staatlichen Neutralität, die Geltung der Grundrechte und des demokratischen Herrschaftssystems mit Ausschluss jeglicher Gewalt- und Willkürherrschaft ist. 

Unser Grundgesetz schützt mit seinen Grundrechten auch Werte, die von jenen der Mehrheitsgesellschaft abweichen. Speziell die Religionsfreiheit erfasst religiöse Inhalte, die von dem abweichen können, was der gesellschaftliche Mainstream unter Religion versteht, so der Verfassungsrechtlicher und eröffnet damit Freiheitsräume, die man eventuell nicht erwartet hat.

Jene, die ein Problem mit Freiheit haben, werden möglicherweise ein Problem mit unserem multireligiösen Staat haben, nicht aber jene, die Freiheit zu schätzen wissen und sie im Rahmen unserer Gesetze auch gerne leben.  

Empfehlenswert 

Helga König

Das Buch ist überall im Fachhandel erhältlich

Onlinebestellung: S. Fischer oder Amazon

Rezension: Möge die Übung gelingen- Peter Riedl

Peter Riedl, der Autor dieses Übungsbuches hat Medizin studiert und wurde später Universitätsprofessor für Radiologie. Seit vielen Jahrzehnten bereits ist er praktizierender Buddhist und seit nunmehr 18 Jahren Generalsekretär und Präsident der Österreichischen Buddhistischen Religionsgesellschaft. Als Herausgeber der Zeitschrift "Ursache/Wirkung" befasst er sich primär mit spirituellen und buddhistischen Themen. 

Der Autor möchte mittels dieses Buches den Lesern dazu verhelfen, persönliche Lebensprobleme zu überwinden. Dies geschieht im Rahmen von sieben Kapiteln, in denen man dann mit entsprechenden Übungen vertraut gemacht wird. Riedl spricht von sieben buddhistischen Erleuchtungsgliedern als da sind: Achtsamkeit, Untersuchung, Anstrengung, Verzückung, Gelassenheit, Sammlung und Gleichmut. 

Über diese Erleuchtungsglieder erfährt man jeweils vor jedem der dann folgenden Übungs-Kapiteln mehr. 

Basis zur Schulung der Achtsamkeit ist der Körper. Deshalb beginnt die Achtsamkeitsschulung mit dem Körper, bevor man allmählich  besagte Achtsamkeit auf die Gefühle, Reaktionen und alle anderen Inhalte im Geist legt. Dabei muss man wissen, dass Achtsamkeit nach innen gerichtete Aufmerksamkeit ist. Mittels der Übungen schafft man es, die Gedanken und Gefühle, die bislang unbewusst waren, sich bewusst zu machen. Dies ist letztlich der erfolgsversprechende Weg aus Trübsal und Jammer. 

Es werden Übungen zur Achtsamkeit vorgestellt und entsprechend  wird mit allen anderen Erleuchtungsgliedern vorgegangen. So liest man im Rahmen des Kapitels "Untersuchung" von  der sinnstiftenden wertfreien Beobachtung, die in unserer Kultur, die auf Bewertung aufgebaut ist, nur sehr schwer zu erlernen ist. 

Es geht nicht um gut oder schlecht und um gut oder böse, sondern um heilsam oder nicht heilsam und um wissend oder unwissend. Ziel ist es, begierdelos, liebevoll und weise zu werden. Man muss begreifen, dass man durch das Denken, Bewerten und Urteilen viel Energie verbraucht und dies zu großen Schwierigkeiten im Leben führt. Man sollte sich bewusst machen, dass alles im Leben Fühlen ist und dass Leiden bedeutet, unangenehme Gefühle zu haben. 

Es ist wichtig, positive Gefühle zu kultivieren, jedoch nicht an diesen zu haften. Denn Anhaftung führt unweigerlich zu Leid.

Von vier großen Anstrengungen ist die Rede und wie man damit umgehen sollte. Hier geht es um unheilsame und heilsame Gefühle und wie man diese aufsteigen oder nicht aufsteigen lassen bzw. loslassen kann. Budda Shakyamuni sagte: "Durchblicke die Illusion! Daran sollst du unermüdlich arbeiten". Was heißt dies? Die Illusion des Lebens ist, zu glauben, dass es Dinge von Dauer gibt. In Wahrheit hat alles seine Zeit. Wer anhaftet, leidet. 

Man lernt negative geistig-emotionale Zustände wie Ärger, Eifersucht, Begehren und Angst zu erkennen und frühzeitig fallen oder gar nicht erst aufkommen zu lassen. Man lernt zudem,  gute Gefühle wie Liebe, Mitgefühl und Großzügigkeit zu forcieren, lernt sich zu begeistern, auch gelassener zu werden. Das funktioniert, indem man die eigenen Ich-Fallen durchschaut und erkennt, dass man mit kleinerem Ego leichter durchs Leben geht. 

Man erfährt mehr über das Meditieren und über den Gleichmut und hat am Ende des Buches einen recht guten Eindruck von dem, was man tun sollte, um sich vom Leiden zu befreien. Der Weg ist anstrengend, doch das Ziel verspricht etwas, wofür es sich lohnt, sich anzustrengen: Freiheit von Leid, die Realisierung des alten Menschheitstraums.

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Überall im Handel erhältlich

Onlinebestellung: Amazon: 

Rezension: Weniger ist mehr – Die Lebensschule der Mönche- Johannes Pausch- Vier- Türme Verlag

Der Autor dieses brillant verfassten Buches ist Pater Dr. Johannes Pausch OSB. Er ist #Benediktinermönch sowie #Psychotherapeut und leitet als Konventualprior seit 2004 das von ihm gegründete Kloster Gut Aich in St. Gilgen am Wolfgangsee in Österreich.

Gezeigt wird wie die Mönchsregel des Benedikt  auch außerhalb der Klostermauern angewendet werden kann.

Das erste Wort der Benediktsregel lautet "Ausculta". Das bedeutet "Höre!" und ist eine Aufforderung zur sensiblen Wahrnehmung, zur Achtsamkeit und Wertschätzung. Die Regel selbst sollte nicht als Gesetzeswerk oder dogmatische Handreichung begriffen werden, denn Benedikt hat seine Regel für Menschen verfasst, "die das Leben lieben und gute Tage zu sehen wünschen". Er hatte Gottessucher im Auge, die sich auf den Weg machten und die um ihre eigene Begrenztheit und Unvollkommenheit wussten. 

Im Rahmen von vier Kapiteln wird man mit der Lebensschule der Benediktiner vertraut gemacht. Diesen vier Kapiteln ist das Vorwort und ein Abschnitt, der sich mit Gottvergessenheit und Gottesbewusstsein befasst, vorangestellt worden. 

Der Autor spricht hier zunächst die Ursachen der Gottvergessenheit an, nennt deren Zeichen, zu denen übermäßiger Konsum oder Missbrauch von Essen, Trinken aber auch Kommunikationsmittel gehören. Durch all dies dokumentiert ein Mensch, dass er nicht mehr glauben und stattdessen nur noch konsumieren möchte. Dies aber führt von  dem Weg, was uns  glücklich macht, weg. Was aber hilft uns auf dem Weg zu bleiben?

Im Kapitel 1 geht es zunächst um Spiritualität, die für Benedikt Beziehung ist. Dabei muss man wissen, dass die Benediktiner ihr Leben in erster Linie als Gottesbeziehung gestalten und davon überzeugt sind, dass Gott selbst Beziehung ist. Eine Beziehung muss gepflegt werden und darüber gilt es nachzudenken, aber auch über Spiritualität als auch die Selbsterfahrung und anderes mehr. So etwa auch über die Einheit von Leib und Seele. Hier geht es darum, achtsam in unseren Gesten, in unserer Haltung, in unserer Bewegung und Sensibilität zu sein. In den Gebeten und Ritualen der Mönche geht es stets um das Herz, das für die Liebe, den Respekt und die Ehrfurcht vor anderen Menschen steht.

Existentielle Fragen wie etwa "Wer bin ich? "Was will ich?" sind wichtig, weil es ohne deren Beantwortung keine Lebensperspektive, keine Entwicklung gibt, kein geistliches aber auch kein menschliches Leben, weder privat noch beruflich, so der Autor. Die Leugnung dieser Fragen führe zu Stillstand, mitunter sogar zum Tod oder zur Lähmung und Verletzung unserer selbst. Selbsterkenntnis- sie schließe Selbsterfahrung, Selbstreflektion und Selbstbewusstsein mit ein-,  ist die Basis für jedes Leben und jede Entwicklung. Dabei spielt es keine Rolle, ob man allein oder mit anderen lebt. 

Es geht unter anderem um Transformation alter Verletzungen, weil ewiges Nachtragen zu seelischen und körperlichen Gebrechen führt. Loslassen, um seinen Lebensmittelpunkt wieder zu finden und den Sinn unseres Lebens zu erkennen, darum geht es auch. Wer nicht lernt durch Wandlungsprozesse ganz Mensch zu werden und sich ein Stück Humor zu behalten, verhärtet oder verzweifelt. 

Man erfährt, dass das Leben zyklisch verläuft, sich Ereignisse wiederholen und es trotz alter Muster neue Chancen gibt. Dabei sind Entwicklungsschritte zumeist mit Konflikten,  mit Trennungen oder gar mit Todeserfahrungen verbunden. Wer Erfahrungen, vor allem schlechte,  nicht loslassen kann, definiert dadurch seine Existenz. So bleibt nur Wut, Neid, Schmerz und Verzweiflung, wodurch das Leben  negativ erspürt wird. Das kann nicht glücklich machen.

Der Autor schreibt u.a. von Vater – und Muttererfahrungen und auch von Geschwisterprägungen, durch die unser Leben und Verhalten sowohl in Arbeitsprozessen als auch in unseren Beziehungen geprägt sind, denn aus Geschwisterreihen und den damit verbundenen Beziehungserfahrungen ergeben sich Bevorzugungen oder Benachteiligungen und hieraus resultierend Rivalität oder Kooperationsfähigkeit. Viele seelische Störungen haben ihre Wurzeln in ungeklärten Geschwisterbeziehungen. 

Altlasten gilt es loszulassen und Vernachlässigtes aufzulösen. Hier gibt Benedikt einige Anweisungen als Hilfen, damit es funktioniert. Wer leben lernen möchte, sollte bitten und danken können und sich in Gelassenheit üben. 

Miteinander leben lernen, heißt u.a. Vertrauen zu lernen und Grenzen zu achten. Doch es gibt noch eine ganze Reihe anderer Problemfelder, die mittels der Regel Benedikts aufgelöst werden können. Vor allem sollte man lernen, dass Reduktion die Voraussetzung für Gewinn ist, weniger in materieller Hinsicht, so doch im Hinblick auf innere und äußere Ruhe. Freude am Nicht –Erkennbaren, am Transzendenten ist Freude an der Liebe, um diese es geht in erster Linie, wenn man die Benediktregel sich zu Herzen nimmt. 

Empfehlenswert 

Helga König

Das Buch ist überall im Handel erhältlich
Onlinebestellung  Vier-Türme-Verlag oder Amazon  

Rezension: Buddhas Anleitung zum #Glücklichsein- Fünf Weisheiten, die Ihren Alltag verändern #Marie_Mannschatz. -#GU

Die Autorin dieses Bestsellers mit beiliegender CD ist Marie_Mannschatz. Sie betreibt seit zwei Jahrzehnten eine freie Praxis als Gestaltungs- und Körpertherapeutin. Die Erstausgabe der Publikation aus dem Jahre 2007 wurde 150 000 Mal verkauft. Die Neuausgabe aus dem Jahre 2016 ist vollständig überarbeitet und durch eine CD ergänzt worden, die sechs Meditationen enthält. 

Im Buch wird man zunächst mit fünf Hindernissen vertraut gemacht, die unsere Wahrnehmung trüben. Es handelt sich dabei um: 

Zweifel,   Unruhe,  Trägheit,  Verlangen, Widerwille 

Diese fünf geistigen Gewohnheiten verschleiern unser Herz so sehr, dass wir unter ihrem Einfluss nur noch eingeschränkt denken und handeln können. Deshalb ist es wichtig, sich in Achtsamkeit zu üben. Wie man sich darin üben kann, achtsam durch den Tag zu kommen, wird sehr gut erläutert und wie man diese Achtsamkeit vertiefen kann, ebenfalls. Wer achtsam ist, akzeptiert die Dinge mehr und mehr so wie sie sind. 

Es geht darum, Ruhe und Konzentration zu fördern, auch Vorlieben und Abneigungen zu vereinen, körperliche Empfindungen wahrzunehmen und unsere Erfahrungen innerlich einzuordnen. Vorgestellt werden die vier Grundlagen der Achtsamkeit, als da sind:

Körpersignale spüren 
Gefühle erforschen 
Das Denken bemerken 
Gedankeninhalte erkennen 

Man lernt nicht nur Hindernisse und wie sich diese zeigen kennen, sondern auch deren jeweiliges Gegengewicht zu begreifen und wie sich dieses offenbart. Nun geht es um: Vertrauen aufzubauen, Weisheit; Ruhe, angenehmes Verweilen, Begeisterung, das Gleichgewicht zu wahren, Akzeptanz, Loslassen. 

Gezeigt wird mit Zweifeln, selbst großen umzugehen, sie zu erkennen und zu benennen, Abstand davon zu nehmen, damit sie uns nicht zermürben. Zweifel lassen sich überwinden, indem man Vertrauen einübt. Unruhe schafft Unachtsamkeit, die der Körper durch fahrige Gesten zum Ausdruck bringt. Unruhe im Denken zerrt am Nervenkostüm. Unruhige Menschen bringen uns durch ihre Unruhe aus dem Gleichgewicht, wenn wir uns nicht deutlich abgrenzen.

Anhand einer Übung erlernt man den Unruhegeist in uns aufzuspüren und ihn in der Folge zu überwinden. Dabei lautet der buddhistische Umgang mit Schwierigkeiten "Erkennen, benennen, ausgleichen, loslassen.

Sehr gut ist die Übung, wie man Geduld trainiert und spannend sind die Definitionen von Trägheit. Zur Sprache gebracht wird u.a. wie man Trägheit ausfindig macht und sie schließlich überwindet. Das Gleichgewicht zu wahren bedingt, Verlangen zu überwinden und sich in Großzügigkeit zu üben. Beleuchtet werden verschiedene Formen des Gebens. 

Dabei hat anonymes Geben in der buddhistischen Lehre einen hohen Stellenwert, weil man dann, wenn ein Dank erfolgt, noch tiefer loslassen kann. 

Widerstand verhindert Glück. Es wird gezeigt wie man mit emotionalem Leid am besten umgeht. Reflektiert werden schwierige Gefühle und es wird dargelegt, dass Furcht und Angst ein klares Denken verhindern und Ärger als auch Wut Spannungen produzieren. Wie man all das überwinden kann und mit Ärger konstruktiv umgeht, wird bestens erläutert. Gezeigt wird vor allem wie man sein Mitgefühl nährt und Freude weckt. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Das Buch ist im Fachhandel  erhältlich
Onlinebestellung GU oder Amazon