Dieses Blog durchsuchen

Rezension:Das Herz-Chakra: Beziehungen durch die Kraft der liebe heilen (Gebundene Ausgabe)

Die Psychiaterin Brenda Davies hat mit ihrem Buch einen Text vorgelegt, in dem sie westliches und fernöstliches Wissen über die Seele vereint und unmissverständlich klar macht, dass die Liebe der Motor allen Lebens und der Motor für das Glück auf dieser Erde ist.


Die Liebe- und da stimme ich mit ihr 100prozentig überein - ist die einzige Kraft, die uns auf tiefer und grundlegender Ebene verbindet. Liebe ist ein universeller Impuls, der sich in unterschiedlicher Form zeigen kann. Darüber schreibt die Autorin in diesem Buch und auch darüber, was wir tun können, um die Kraft unserer Liebe auszudehnen.


Um Liebe als dynamische Energie zu begreifen, die wir nutzen, lenken und auch fühlen können, ist es notwendig, die Struktur und Wirkungsweise unseres Energiesystems zu verstehen. Man kann erlernen, ob unsere Energie fließt oder stecken bleibt und obschon es einige Übung kostet, lernen wir schließlich inneren Frieden herzustellen.


Unsere Energie wird uns konkret klarmachen, wenn Dinge, die man tut, nicht mit der eigenen Integrität übereinstimmen, wenn man in die Spur zurückfinden möchte. Man spürt, was für uns selbst richtig ist, unabhängig davon, was für andere richtig zu sein scheint. Intuitiv werden wir die wahre Botschaft hinter dem Verhalten anderer Menschen besser wahrnehmen, (vgl.: S. 23).

Davies arbeitet übrigens mit Affirmationen und Meditationen und zeigt dem Leser wie er diese anwenden können.


Die Autorin schreibt von der Aura, die jeden Menschen umgibt und die als menschliches Energiefeld gesehen werden muss. Die Aura hat verschiedene Funktionen, die Davies alle benennt. Sie hat vor allem eine Schutzfunktion, indem sie vieles von dem, was um uns herum vorgeht, ausfiltert, sodass wir weder mit Energie von außen bombardiert noch überflutet werden können. Ist die Aura beschädigt, kann es zu Problemen kommen. Eine feingestimmte Aura verfeinert unsere Wahrnehmung. Es gibt Menschen, die aufgrund ihrer Wesensart unsere Energie gewissermaßen aussaugen wollen, um sich damit zu bereichern. Solchen Energievampiren gegenüber wird man sensibilisiert und kann entsprechende Maßnahmen ergreifen, (vgl.: 27ff), Übungen dazu S.48.


Innerhalb der Aura gibt es unzählige sensorische Verbindungspunkte, sowie ein bestens organisiertes sensorisches System: das Chakra-System. Dabei sind die Chakras Verbindungszentren; Lichtwirbel, die sich, sofern sie gesund sind, ständig drehen, Energie aus dem Universum heranziehen, unser gesamtes System beleben und Energie aussenden, (vgl.: S 32).


Davies erläutert die Aufgaben der einzelnen Chakren und fügt den Erläuterungen Affirmationen an, die sich positiv auf die Gesundheit der Chakren auswirken.

Das Herz-Chakra ist das Zentrum der Liebe. Es ist das psychische Zentrum des Körpers und das Zentrum der Chakra-Kette. Man muss das Herz-Chakra als Ort des Ausgleichs und der Integration am Schnittpunkt mehrerer Achsen verstehen, der es im perfekten Gleichgewicht hält.

Das gesunde Herz-Chakra befähigt uns zu grenzenloser Liebe und dazu, die Einheit mit unseren Mitmenschen, vertrauten wie fremden, zu fühlen und glücklich zu leben, (vgl. S. 53).


Die Autorin reflektiert über viele Seiten hinweg das beste und bekannteste Heilmittel aller Übel, des Hasses und auch der Angst: die Liebe.


Davies nennt eine Vielzahl von Eigenschaften der Liebe und verdeutlicht, dass nur die Liebe Menschen wirklich heilen kann. Sie listet Kennzeichen von Menschen auf, die sich durch ihr Ego profilieren und insofern weit entfernt sind von der heilenden Energie des Universums und auch die Kennzeichen der Menschen, die auf einer Seelenebene leben.


In der Folge befasst die Autorin sich mit der psychischen Entwicklung eines Menschen, den Eltern, Brüdern und Schwestern und welche Wirkung diese auf das sich entwickelnde Kind haben. Sie thematisiert des Weiteren die Liebe zwischen Freunden und zwischen Partnern aber auch die Liebe zu Gott.


Davies geht es immer wieder darum, durch liebvolles Verhalten Beziehungen zu heilen und Menschen dazu zu verhelfen, dass deren Liebesenergie erneut in der Fluss kommt und zwar zum Wohle für deren Umfeld und für sich selbst.

Die Voraussetzung hierfür ist, der "Goldenen Regel" gemäß zu leben, d.h. andere so zu behandeln, wie man selbst gerne behandelt werden möchte.


Ein Buch, das ich gerne empfehle, weil es viele gute Gedanken enthält.

Empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Button , dann gelangen Sie  zu Amazon und können das Buch bestellen.

Rezension:Liebe - Schicksal oder Geschenk des Himmels: Gibt es Dualseelen wirklich? (Gebundene Ausgabe)

Autorin dieses Buches ist Judy Hall. Sie befasst sich darin ausführlich mit dem Phänomen der Dualseelen und stellt die Frage, ob es diese wirklich gibt. Menschen, für die außer der konkret sichtbaren Welt nichts existiert, und die sich auch nicht vorstellen können, dass Wiedergeburt möglich ist, werden möglicherweise Probleme mit dem Text haben, obgleich sich Hall ausgiebig mit Platon und anderen Denkern aus vergangener Zeit befasst hat und diese als Zeugen für ihr Thema heranzieht.

Das Buch erläutert, weshalb wir so verzweifelt einen Seelenpartner suchen und wieso diese Suche für manche Menschen nicht immer so glücklich endet, wie ursprünglich erwartet. Es hilft auch zu verstehen, dass Seelenpartner eine unschätzbare Hilfe für unseren karmischen Prozess darstellen und macht deutlich, weshalb es "falsche Beziehungen" und "missverstandene Bindungen" nicht geben kann, denn jede Erfahrung ist letztlich ein Geschenk, das uns in unserer Entwicklung weiterbringen kann.

Seelenpartner sind zumeist Menschen, die sich einander schon in einer anderen Existenz begegnet sind, sei es in einem früheren Leben oder aber in einer anderen Dimension. Wir alle haben zumeist mehr als einen Seelenpartner. Es sind die Seelengefährten, die uns helfen, zu wachsen.

Die Autorin zeigt anhand vieler Beispiele was Seelenpartner bei Menschen bewirken können und dass man bereits beim ersten Blick fühlt, dass uns bestimmte Menschen vom Schicksal vorbestimmt sind. Dies muss nicht immer positiv sein.

Hall listet auf, woran man erkennt, dass uns ein Seelenpartner begegnet ist. Die Aufgabe eines Seelenpartners besteht darin, uns mit Themen zu konfrontieren, die unserer Aufmerksamkeit bedürfen, mit allen karmischen Lektionen und verinnerlichten Mustern mit allen ungeliebten und unerkannten Aspekten, denen wir so lange aus dem Weg gegangen sind- und mit unserem gesamten, bislang unentdeckten Potential, (vgl.: S.72/73).

Bemerkenswert finde ich, dass Hall auch Chuck Spezzano, eines seiner wirklich guten Bücher habe ich vor einiger Zeit rezensiert, heranzieht, der aufzeigt, dass es in Paar-Beziehungen verschiedene Stadien der Entwicklung gibt und genau diese Stadien, so konstatiert Hall werden auch in Beziehungen zu Seelenpartnern durchlaufen. Oft endet eine Beziehung in der sogenannten der "Toten Zone". Nur wenn man es schafft diese zu überwinden, ist Partnerschaft oder besser noch eine spirituelle Beziehung möglich.

Einer der Seelenpartner, der uns begegnen könnte, könnte übrigens unsere Dualseele sein, eine Seele, die wir als unseren Zwilling begreifen müssen. Dazu am Ende meiner Rezension Näheres.

Hall nennt eine Reihe von Gründen, weshalb es zu einer gemeinsamen Reinkarnation von Seelenpartnern kommt. Dazu zählen: Spirituelle Bindungen, unerledigte Aufgaben, Lektionen müssen noch gelernt werden, Liebe oder Hass, positiver Dienst am anderen, Verstrickungen, Schuldgefühle, Festhalten am anderen Herzen, karmische Bindungen, etc.. All diese Gründe erklärt Hall ausführlich.

Wichtig auch: Seelengefährten können zu unserer Seelengruppe, aber durchaus auch einer anderen Seelengruppe angehören. Letzere sollen neue Lerninhalte weitergeben.

Eine essentiellle karmische Lektion ist übrigens das Loslassen. Nur Loslassen gibt allen Beteiligten die Freiheit, ihren eigenen Weg einzuschlagen. Hall hebt hervor, dass es unser Leben dramatisch verändern kann, wenn wir es schaffen, eine Verbindung zu einem Seelenpartner in unserem jetzigen Leben loszulassen und zwar speziell dann, wenn diese Bindung aufgrund einer tiefen karmischen Bindung vorhanden ist, (vgl.: S.152). Loslassen bedeutet letztlich, weniger zu befürchten und mehr zu lieben, so die Autorin.

Hall wartet mit einer Reihe von Übungen auf, die uns helfen Verbindungen zu kappen. Es gibt Verbindungen, die uns auf der feinstofflichen, unbewussten Ebene nicht gut tun. Solche Verbindungen gilt es zu kappen. Eine verzweifelte Seele mit leidendem Herzen kann seinen Schwung im Leben verlieren oder immerfort boshaft und zynisch reagieren. Es ist wichtig, Vergebung zu schenken und diese auch zu empfangen, um auf diese Weise unliebsame Verbindungen zu kappen, die inneren Stillstand bewirken.

Lernen und Entwicklung sind der Sinn des Sein, dies ist das Credo von Judy Hall, dem ich in keiner Beziehung wiedersprechen möchte.

Neben den Seelengefährten gibt es nach Hall auch eine "Zwillingsflamme", ich nenne diese konkreter "Herzens-Du". Die Seelen- und Herzensbeziehung hat dann eine Tiefe, die weit über das Normalmaß hinausgeht. Wie die Autorin so schön schreibt: "Der Zauber und Sinn für das Wunderbare verblassen nie, sie werden jeden Augenblick neu", (Zitat: Seite 305).

Die Dualseele, sprich diese "Zwillingsflamme" in unser Leben zu rufen, ist für unsere spirituelle Entwicklung weitaus erfüllender als die Suche nach Seelenpartnern. Wieso das so ist, begründet Hall auf den letzten Seiten des Buches.

Ein Buch, das ich gerne weiterempfehle, speziell an all jene, die offen sind auch für esoterische, spirituelle Buchinhalte, die in diesem Fall viele tiefere Weisheiten enthalten.
Bitte klicken Sie auf den Button, dann gelangen Sie zu Amazon und können das Buch bestellen.

Rezension: Schule der Hohen Magie I &II: (Sonderausgabe)

Diese beiden Bücher enthalten alles, was man in der Theorie und Praxis über Magie wissen muss, verspricht der Autor Frater V.D. bereits auf der Rückseite der Kassette.

Meine Absicht besteht freilich nicht darin, zukünftig als Magierin auf dieser Plattform oder anderenorts zu agieren, sondern mich interessiert nur, was es mit der Schule der "Hohen Magie" auf sich hat.

Magie ist offenbar eine zu erlernende Fähigkeit, mit Hilfe veränderter Bewusstseinszustände im Einklang mit dem Willen Veränderungen herbeizuführen. Dabei bedient sie sich sowohl rationaler als auch irrationaler Bestandteile der menschlichen Persönlichkeit. Sie zielt auf die Ganzheit und Einheit des Menschen, denn nur, wenn beide Seiten miteinander harmonieren, lassen sich magische Erfolge erzielen.

Magische Fähigkeiten sind offenbar nur dann zu erwerben, wenn man regelmäßig übt.

Gleich zu Beginn des ersten Bandes erlernt man die Techniken für das kleine bannende Pentagramm, ein Ritual, das offenbar hilft, negative Strömungen nicht an sich heranzulassen. Anschließend wird man umfassend in die Ritualistik, die Elementmagie, in die Mantramistik, in die Geldmagie, in die Strukturen magischer Trance, in die Paradigmen der Magie, in die praktische Talismantik, in die Chaos-Magie und die Kybermagie eingeführt.

Im zweiten Buch geht es um Magie und Yoga, um praktische Spiegelmagie, praktische Kabbala, Mudras, Magie der Bibel, Schamanismus, Volksmagie, Magische Orden und anderes mehr.

Da ich es grundsätzlich für denkbar halte, dass man mit Hilfe veränderter Bewusstseinszustände im Einklang mit dem eigenen Willen Veränderungen herbeiführen kann und diese beiden Bücher keinen abgründigen Schadenszauber im Sinn haben, sondern das Gegenteil bezwecken, nämlich Heilung und Befriedung, empfehle ich sie gerne weiter.

Es steht mir nicht an, über die tatsächliche Wirkung von Magie zu urteilen, urteilen kann ich nur über die Art und Weise wie der Autor die "Hohe Schule der Magie" dem Leser entgegenbringt. Sowohl inhaltlich als auch sprachlich sind die Texte auf hohem Niveau angesiedelt und verdeutlichen wie sehr dieser weltbekannten Meisters der Magie sich mit dem Thema befasst hat. Dass sich in allen Zeiten Menschen aller Gesellschaftsschichten mit Magie auseinandergesetzt haben, sollte nachdenklich stimmen. Vielleicht steckt doch mehr zweckdienliches Wissen dahinter als wir heute wahrhaben wollen.

Bitte klicken Sie auf den Button, dann gelangen Sie zu Amazon und können die Bücher bestellen.

Rezension:Orden und Klöster: 2000 Jahre christliche Kunst und Kultur (Gebundene Ausgabe)

Dieser Prachtbildband der Autorin Kristina Krüger mit traumhaften Fotografien von Achim Bednorz thematisiert 2000 Jahre christliche Kunst und Kultur.

Untergliedert ist das Buch in:

Frühes Mönchtum

Mönchtum im frühen Mittelalter

Benediktinisches Mönchtum im hohen Mittelalter

Eremitische Lebensformen und andere Reformbewegungen

Die neuen Orden des 12. Jahrhunderts

Ritterorden

Frauenorden

Bettelorden

Byzantinisches Mönchtum

Spätmittelalter, Reformation und Gegenreformation

Barocke Hochphase der Benediktiner

Mönchtum und Ordensleben im 19. und 20. Jahrhundert

Erläutert wird gleich zu Beginn die Bedeutung des Mönchtums in der christlichen Religion, auch wird man mit den Anfängen des Christentums vertraut gemacht und liest von Askese sowie Enthaltsamkeit und in diesem Zusammenhang von der negativen Haltung Paulus` zur Sexualität, der den menschlichen Körper, das Fleisch, als Sitz der bösen Triebe ausmachte, der gegen den Willen Gottes gerichtet war, (vgl.: S.15). Aufgeklärt wird man u.a. über die Anfänge des Mönchtums im Westen, erfährt Näheres zu den Personen Augustinus, Martin von Tours, über die Provenceklöster, das Rhonethal und die Magisterregel. Auch Benedikt von Nursia kommt zur Sprache und man kann sich hier sehr schöner Freskenabbildungen erfreuen, die vom Leben Benedikts berichten.


Das Ende des römischen Reichs und die damit verbundene neue Rolle der Klöster wird breitgefächert thematisiert. Spannend zu lesen ist die Entwicklung in den Nachfolgestaaten des Römischen Reiches, hier vor allem Irland, dem Land der Missionare und der frühmittelalterlichen Kunst in diesem Land.


Über die Klöster im Karolinger Reich wird man informiert. Eine Abbildung der "Torhalle" vom Reichskloster Lorsch wurde natürlich nicht vergessen und man hat Gelegenheit sich in den St. Gallener Klosterplan zu vertiefen. Es werden eine Vielzahl von in jenen Tagen entstandenen Klöstern thematisiert, die man aufgrund vieler Bilder auch visuell näher kennenlernt, darunter auch St. Benoit-sur-Loire, einen Ort, den ich Ende der 1990er Jahre besucht habe und der mir aufgrund seiner beeindruckenden Aura noch gut in Erinnerung ist.
Ein sehr guter Beitrag ist der klösterlichen Buchmalerei gewidmet. Hier bleibt auch nicht unerwähnt, dass der größte Teil der in den Klöstern produzierten Bücher religiösen Inhalts war, zu denen liturgische Bücher, die im Gottesdienst zum Einsatz kamen, zählten, gleichwohl auch Andachtsbücher, die der persönlichen Frömmigkeit dienten, (vgl.: S.68).


Kloster Cluny lernt man kennen, das im Mittelalter nicht zuletzt wegen dem Weitblick, den Fähigkeiten und der Zielstrebigkeit der Äbte zum prägenden Reformzentrum wurde. Obgleich es nicht das einzige bedeutende Reformkloster des 10. und 11. Jahrhunderts war, war es zweifelsohne das einflussreichste, (vgl.: S.84).
Es ist unmöglich all die dem Mittelalter zugehörigen, im Buch fokussierten Klöster im Rahmen der Rezension zu benennen. Viele davon befinden sich in Frankreich, so auch "Mont -St. Michel". Von den mittelalterlichen deutschen Klöstern beeindruckt mich "Maria Laach" am meisten und nicht nur deshalb, weil meine Großmutter väterlicherseits dort stets ihre Pilgerreisen hin unternahm.


Über die Kartäuser wird man ab Seite 148 ausgiebig aufgeklärt und lernt einige von deren Klöstern kennen, analog wird dann mit den Zisterziensern verfahren, einem Orden, der im 12. Jahrhundert entstand. Über Bernhard von Clairvaux (1090-1153), dem berühmten Zisterzienserheiligen erfährt man Wissenswertes und auch über die Ausbreitung dieses Ordens, über die Vorgehensweise bei zisterziensischen Klostergründungen, über die Vorschriften zu Architektur und Kunst u.a. mehr.


Aufgeklärt wird man ausführlich über einen Tag im Leben eines Mönches um 1200. Zisterziensermönche, die lesen und schreiben vermochten, mussten im Kloster selten mit der Hand arbeiten (sieht man von Küchen- und Gartenarbeiten ab), stattdessen agierten sie in der Klosterverwaltung oder fertigten Texte, die für den Gottesdienst benötigt wurden an, (vgl.: S.199).


Man liest von der Bedeutung des Wassers und den Brunnenhäusern in Klöstern, lernt fotografisch auch solche kennen, nicht zuletzt auch die Brunnenkapelle des ehemaligen Zisterzienserklosters Maulbronn, die auf dem spätromanischen Sockel des Brunnenhauses errichtet wurde.


Kloster Eberbach wird auf den Seiten 218-219 gezeigt und kurz besprochen. Dieses Kloster habe ich schon oft besucht und kann einen Ausflug dorthin nur sehr empfehlen.


Die Prämonstratenser und deren wichtigste Klöster lernt man kennen, bevor man sich mit Ritterorden ausgiebig befassen kann. Hier geht es um die Pilgerfahrt nach Jerusalem und die Kreuzzüge. In diesem Zusammenhang kann man sich ausführlich mit den Templern, den Johannitern, dem Deutschen Orden und den Ritterorden auf der Iberischen Halbinsel befassen. Die Marienburg in Polen bleibt in der Gesamtdarstellung dieses Themenkomplexes natürlich nicht ausgespart, sondern wird mehr als nur zufriedenstellend abgehandelt.


In der Folge lernt man Frauenorden näher kennen und wird über die gesellschaftlichen Funktionen von Frauenklöstern informiert, aber auch über das Leben der Frauen im Kloster und über die mystischen Visionen von Ordensfrauen. Sehr gefreut habe ich mich über die vielen sehr guten Fotos von Fontevraud (alt.: Fontevrault). Dort ist u.a. Eleonore von Aquitanien bestattet.


Zu lesen lohnt sich übrigens auch die ausführliche Beschreibung der Klostergärten im Mittelalter.


Ab Seite 284 kann man sich in das Wesen von Bettelorden vertiefen, sich mit den Franziskanern vertraut machen und die Kirche S. Francesco in Assisi anhand von Fotos kennenlernen. Zur Sprache gebracht werden auch Dominikaner, Augustiner-Eremiten und Karmeliter und auch hier lernt man deren kirchliche Bauten kennen, um sich schließlich mit dem byzantinischen Mönchtum auseinanderzusetzen und deren Mönchslandschaften und Klostersiedlungen auf Bergen und Inseln kennenzulernen. Sehr beeindruckend finde ich das Johanneskloster auf Patmos, (siehe Seite 338) und das Hauptkloster des Berges Athos, (siehe Seite 340).


Das Spätmittelalter, die Reformation sowie Gegenreformation und in diesem Zusammenhang der neue Orden der Jesuiten aber auch das Klosterleben im Zeitalter des Barock sind Themen die fast zum Schluss dieses Buches abgehandelt werden, gefolgt von der Darstellung des Mönchtums und Ordenslebens im 19. und 20. Jahrhundert (die Trappisten, die Salesianer Don Boscos, die Vinzentinerinnen).


Wer sich mit dem Eremitentum näher befassen möchte, sollte nicht verabsäumen den Beitrag von Freddy Derwahl (Seite 414-419) zu lesen und sich immer wieder Zeit nehmen, um sich in die Bilderwelt dieses großartigen Buches zu vertiefen, von dem eine Ruhe ausgeht, die mehr als nur berührend ist.

Empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Button unten, dann gelangen Sie zu Amazon und können das Buch kaufen.

Rezension:Das Buch der Heiligen: Ein Schutzpatron für jeden Tag (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch birgt eine Fülle Abbildungen von Gemälden und Kunstschätzen und befasst sich in Hunderten von kleinen Texten mit Schutzpatronen für jeden Tag. Der Bildband ist chronologisch nach Monaten geordnet. Im Rahmen eines Vorwortes erfährt der Leser, was man unter einem Heiligen zu verstehen hat und welche Bedeutung sich hinter dem Begriff Hagiografie verbirgt. Über die Wege zur Heiligkeit wird man in Kenntnis gesetzt und auch über Verehrung, Selig- und Heiligsprechung. Im vorliegenden Buch haben die Autoren all jene Personen (Heilige, Selige und andere, die sich in herausragender Weise um den christlichen Glauben verdient gemacht haben) berücksichtigt, die im Allgemeinen Römischen Kalender, im Lektionar der Anglikanischen Kirche und im Liturgischen Kalender der Diözesen der Vereinigten Staaten von Amerika zu finden sind. Zudem werden im Vorwort Abkürzungen und Symbole näher erläutert.


Für mich als Katholikin haben Heilige seit meiner Kindheit eine große Bedeutung, denn viele von ihnen waren Märtyrer und damit sehr mutige Menschen, die ihre Liebe zu Gott, der sich bekanntermaßen als die reine Liebe offenbart, durch Taten verdeutlichten und von der Liebe auch dann nicht abließen, wenn ihnen extreme Nachteile, körperliche Qual oder der Tod drohten.

Es ist natürlich unmöglich über jeden Schutzpatron, der im Buch aufgeführt ist, in der Rezension Stellung zu nehmen. Es sind die Lebensgeschichten, die so faszinierend sind. Schutzheiliger für Menschen, die am 20. Januar geboren sind, ist beispielsweise der Märtyrer Sebastian, der von unzähligen Pfeilen durchbohrt von der Heiligen Irene, der Ehefrau des Märtyrers Castulus geheilt wurde. Sebastian hatte christlichen Märtyrern beigestanden und wurde dafür bestraft. Gezeigt wird der Hl. Sebastian im Buch in einer Darstellung durch Andrea Mantegna. Was mich an dieser Geschichte fasziniert, ist die Hilfsbereitschaft, der Mut und die Liebe, durchdie sich Menschen, wie Sebastian und Irene auszeichnen.

Berührt hat mich die Geschichte des Fidelis von Sigmaringen, der nach seinem Studium der Philosophie und des Zivil- und Kirchenrechts in Freiburg 1610 dem Kapuzinerorden beitrat. Fidelis versuchte im Elsass, der Schweiz und in Österreich Protestanten zum Katholizismus zurückzuführen und wurde von Anhängern Zwinglis ermordet. Gottlob bin ich nicht am 24.4. geboren, denn Fidelis ist in meinen Augen kein Vorbild. Es mangelte ihm an Toleranz.

Mein Schutzheiliger ist der Pole Albert Chmielowski, der im Alter von 17 Jahren ein Bein verlor. Der Maler gründete 1887 den Orden der Albertiner, den es heute immer noch gibt in Polen. Sein Leben widmete er der Nächstenliebe. Was man von ihm lernen kann, ist Demut und zu begreifen, dass der eigene Schmerz nicht so wichtig ist, wenn mann sich dem fremden Schmerz annimmt und täglich etwas für andere tut.

Ein Lieblingsheiliger ist Thomas Morus, Schutzpatron, für alle, die am 22. Juni geboren sind. Morus ist einer meiner Lieblingsmenschen, weil er Märtyrer der Gewissensfreiheit war. Heinrich VIII. ließ ihn ermorden. Nicht unerwähnt bleibt, dass Morus ein großer Gegner der Reformation war und das Luthertum "das verpestende und verderbliche Gift" nannte. Morus war ein Kind seiner Zeit, man muss ihm solche Sätze heute verzeihen und ihn an seiner Lebensleistung messen. Angeklagt war Morus, weil er keine eindeutige Stellung bezüglich Heinrichs VIII. als Oberhaupt der Kirche von England bezog und auf diese Weise seinem Gewissen treu blieb.
Am 30. Juni wird man ausführlich über die ersten Märtyrer von Rom aufgeklärt. Damals wurden Hunderte von Christen gefangenen genommen und auf grausamste Art hingerichtet und gefoltert, (siehe Seite 66-67). Man liest von Reliquien, die neben den Gräbern der Heiligen beliebte Wallfahrtsziele sind, von der Ausbreitung des Jakobuskultes, von Franz und von Clara von Assisi, die ihr Leben der Askese und Armut widmeten, von Mutter Teresa, von Hildegard von Bingen und vielen anderen mehr.

Am Geburtstag Oscar Wildes sind zwei Schutzheilige aufgeführt. Es handelt sich um die Briten Hugh Latimer und Nicholas Ridley. Beide Protestanten wurden in Oxford hingerichtet. Ridley soll ungewöhnlich lange Todesqualen erlitten haben. Auch Oscar Wilde litt im Gefängnis unsäglich. Konnten ihm seine Schutzpatrone helfen? Wir wissen es nicht. Vielleicht gaben sie ihm die Kraft, die Hölle des Gefängnisses zu überstehen. Fast scheint es so.
Auf den letzten Seiten kann man viele Informationen dem Glossar der Embleme, Symbole und Attribute sowie der Zuständigkeiten als auch dem Begriffsglossar entnehmen.

Ein gelungenes Buch, das mich sehr beeindruckt und mich motiviert hat, mich in einige Lebensgeschichten der aufgeführten Personen durch weiterführende Literatur zu vertiefen. 

Rezension: Mit Kinderaugen Gott schauen: Biblische Meditationen für Kinder und Erwachsene (Gebundene Ausgabe)

Der Diözesanbischof von Gurk in Klagenfurt Alois Schwarz hat dieses schöne Buch herausgegeben, das sich primär an Erwachsene richtet. Kinder im Alter zwischen 7-14 Jahren wurden von Gerda Fröhlich und Matthias Kralj dazu angeregt, Bibelstellen zu betrachten und diese nachzuzeichnen. Es entstanden 36 Bilder, die zu einem Fastentuch zusammengefügt wurden. Weitere Kinder interpretierten diese Bilder. Die Texte und die Bilder sowie die Textstellen in der Bibel, die Grundlage für die Bilder sind, kann man diesem Buch entnehmen.

Schwarz möchte Erwachsenen mittels dieses Buches einen neuen Zugang zum Glauben zu vermitteln und zwar den, der möglich ist, wenn man sich ihm mit unverstellten, offenen Kinderaugen nähert. Berührend sind alle Bilder und Texte.

Ich habe für Sie einen Text ausgewählt, den Kinder zu dem Bild verfasst haben, das von Nicola Pacheiner, 7 Jahre, aufgrund des Bibeltextes, Gen 6, 1 ff.(-9,29) gemalt wurde.

Arche Noah

"Immer, wenn die Menschen miteinander
streiten, dann ist das so, als gäbe es
Gewitter in unserem Herzen.
Gott wollte Noah vor dem Streit der
Menschen in Sicherheit bringen.
Noah betet zu Gott. Er hat sich mit Gott
verbunden.
Weil Noah sich mit Gott verbindet, lässt
Gott ihn nicht aus der Hand.
Es ist gut, wenn man beim Gewitter
Jemanden bei der Hand halten kann.


Das Buch empfehle ich gerne.


 Falls Sie das Buch bestellen möchten, dann klicken Sie auf den Button unten. So gelangen Sie zu Amazon.

Rezension: Jüdische Welt verstehen

Der Autor dieses aufschlussreichen Buches ist der 1916 geborene Rabbi Alfred J. Kolatch. Er erläutert im Rahmen von 600 Fragen und Antworten zahlreiche Bräuche, Vorschriften, Gebote und Zeromonien der Juden, die deren traditionell jüdisches Leben bestimmen. Das Buch ist aus dem Amerikanischen übersetzt und von Miriam Magall bearbeitet.

Nach einer allgemeinen, gut erklärenden Einführung erfährt man mehr zu den Themenbereichen:
-Die ersten Lebensjahre
-Heirat und Scheidung
-Tod und Trauer
-Die Kaschruth-Bestimmungen
-Gegenstände und Kleidung
-Die Synagoge
-Ritus und Gebete
-Der Schabbath
-Pessach
-Schawuot
-Die Hohen Feiertage
-Sukkot, Schmini, Azeret und Simchat Thora
-Chanukka
-Purim
-Die außerbiblischen Feiertage
-Allgemeine Fragen

Im Buch wird beispielsweise erklärt, weshalb die Thora in einem Mantel gehüllt wird, auch weshalb man in einigen Gemeinden besagte Thora in einem Zyklus drei Jahren liest. Aufgeklärt wird man darüber, weshalb "Pessach" gefeiert wird, weshalb es das Omer-Zählen gibt und erfährt vieles andere mehr, was für gläubige Juden wichtig ist.

Ich bin der festen Überzeugung, dass immer dann, wenn man sich ernsthaft und offen mit den Vorstellungen Andersgläubiger befasst, kein Platz mehr ist für Feindschaften, die bekanntermaßen nur von Kriegstreibern geschürt werden. Solchen Kriegstreibern muss man durch Aufklärung den Boden entziehen.

Wer sich intensiv mit den Texten beschäftigt, wird erkennen, dass die jüdische Mentalität eine sehr nachdenkliche, demütige und friedfertige ist. Das finde ich sehr sympathisch. Es ist mir unverständlich und für mich nicht nachvollziehbar, weshalb man Juden jemals verfolgt und ermordet hat und es entsetzt mich, dass es heute noch Menschen gibt, die den Holocaust leugnen und im Internet Plattformen finden, auf denen sie diese skandalöse Unwahrheit öffentlich verbreiten können.

Zu Aufklärungszwecken im Hinblick auf die tiefe Rechtschaffenheit und Friedfertigkeit der Juden, empfehle ich das vorliegende Buch.

Entgegen meinen Erfahrungen hoffe ich, dass auch hartnäckig ignorante Menschen sich mit diesem Buch befassen und begreifen lernen, dass sie ihr ganzes Leben einer unsäglichen Nazihetze auf den Leim gegangen sind.

Sehr empfehlenswert.


Bitte klicken Sie auf den Button unten, dann gelangen Sie zu Amazon und können das Buch kaufen.


Rezension: Jesus als Therapeuth

Pater Anselm Grün zeigt in diesem Buch wie Jesus durch seine Worte, in Gleichnissen und in den Heilungsgeschichten die Menschen gewissermaßen therapierte. Wie man der Einleitung entnehmen kann, kommt dem Theologen und dem Therapeuten Eugen Drewermann das Verdienst zu, auf die therapeutische Kunst und die heilende Kraft der Gleichnisse hingewiesen zu haben. Er sagt: "Psychologisch gesehen, muss es einer geglückten Gleichniserzählung gelingen, den Hörer im wörtlichen Sinne derart zu »verzaubern«, dass er aus der Welt seiner bisherigen Erfahrung in eine andere Welt versetzt wird, die seiner eigenen zwar vollkommen widerspricht, aber dennoch seinen recht verstandenen Wünschen auf das sehnlichste entspricht," (Zitat: Eugen Drewermann, Tiefenpychologie, Seite 731). Grün lässt den Leser wissen, dass Drewermann meint, dass Jesus mittels seiner Gleichnisse die Kraft der Leidenschaft von Menschen auf eine höhere Ebene führe, so dass diese Kraft in das Leben mit Gott und von Gott hineinfließt, (vgl.: S.74).

Grün zeigt an den Gleichnissen Jesu den Umgang mit Schuld, mit dem inneren Richter, auch mit den inneren Feiden, mit Neid, mit Angst, mit den eigenen Schattenseiten, mit den Illusionen und mit Enttäuschung auf und veranschaulicht des Weiteren im Zusammenhang mit den Gleichnissen die Sehnsucht nach Ganzwerdung, die Sehnsucht das Verlorende wiederzufinden und andere Sehnsüchte mehr. Wie geht man mit solchen Sehnsüchten um? Darauf wissen die Gleichnisse, Worte und Heilsgeschichten Jesu Antworten zu geben, die sehr lehrreich sind.

In Bildworten spricht Jesus die archetypischen Bilder unserer Seele an, meint C.G.Jung jedenfalls. Grün erläutert, dass diese archetypischen Bilder uns in Berührung mit unserem höheren Selbst bringen. Dieses höhere Selbst ist das Bild, das sich Gott von uns gemacht hat. Nach Platon ist nicht der gebildet, der viel weiß, sondern der, der gute Bilder in sich verankert und auf diese Weise das göttliche Selbst in sich lebendig hält. Dieses bedingt allerdings, dass wir uns frei machen müssen von Bildern der Selbstüberschätzung und Selbstentwertung, (vgl.: S.71).

Anselm Grün verdeutlicht u.a. den therapeutischen Wert folgender Sätze:

"Es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar wird, und nichts Geheimes, das nicht an den Tag kommt", (Marcus 4, 22), (vgl.: S. 85).

"Nichts, was von außen in den Menschen hereinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein", (Markus, 7,15),( vgl.: S.86).

Grün ist davon überzeugt, dass dann, wenn Menschen die Gleichnisse und Worte Jesu in ihre Angst, in ihren Perfektionismus, in ihre Empfindlichkeit sowie in ihre Selbstvorwürfe hineinlassen und eine Woche lang mit einem solchen Gleichnis umgehen, ihnen als Folge eine ebensolche Wandlung geschehen könne, wie Jesus diese beim Erzählen bei seinen Zuhörern bewirkte. Von innen heraus würde das Gleichnis ihnen dann eine andere Sichtweise vermitteln, (vgl.: S.155).

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Reflektion und Meditation im Hinblick auf Gleichnisse Jesu neue Sichtweisen bedingen können, ob dies wirklich bei allen dazu führt, anders mit sich und den Mitmenschen umzugehen, vermag ich nicht zu sagen.

Meine Erfahrung ist die, dass hochgradig ignorante Menschen nicht erkenntnisfähig und letztlich nicht therapierbar sind. Dies tut dem Buch aber keinen Abbruch, denn alle, die guten Willens sind, haben die Chance, durch die Gleichnisse zu Erkenntnissen kommen, die ihnen helfen, sich von Schmerz und Leid zu befreien, um sich Neuem gegenüber zu öffnen.

Empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Button, dann gelangen Sie zu Amazon und können das Buch bestellen



Rezension: Orgel Meditationen für die Fastenzeit

Am Aschermittwoch hat die Fastenzeit begonnen. Fasten im Sinne der katholischen Kirche bedeutet mehr als nur fleischloses Essen und Verzicht auf Süßigkeiten, Fasten bedeutet innere Einkehr, bedeutet mit seinem höheren Selbst in Verbindung zu treten, Buße zu tun und sich innerhalb der 40 Tage zwischen Aschermittwoch und Ostern körperlich, seelisch und geistig zu reinigen. Fasten dient dazu, diesen Prozess in die Wege zu leiten und ihn abzufedern. Wie der Benediktinerpater Anselm Grün in seinem Büchlein "Fasten- Der Weg nach Innen" deutlich macht, soll durch das Fasten der Körper verklärt werden. Während der Fastenzeit soll man innehalten und immer wieder meditieren. Hierzu eignet sich die vorliegende Orgelmeditation des Paters Dominikus Trautner. Er ist Organist und Kantor der Benediktinerabtei Münsterschwarzbach bei Würzburg und lehrt an der Musikhochschule Würzburg.

1937 wurde die Orgel der Abteikirche von Münsterschwarzbach erbaut und zählt zu den bedeutendsten Orgeln jener Zeit. Wie man dem Beiblatt der CD entnehmen kann, verfügt sie über 60 Register mit insgesamt 4338 Pfeifen verteilt auf vier Manuale.
Die Spieldauer der CD beträgt 65:06 Minuten. Die CD enthält wunderschöne Orgelstücke von Bach, Reithmeier, Karg-Elert, Brahms, Schroeder und Reger. Die Stücke lassen den Zuhörer innehalten, stimmen sehr friedlich und nachdenklich zugleich und regen das spirituellen Denken an. Die Klangqualität ist hervorragend. Die Klänge eignen sich nach meiner Ansicht auch nach der Fastenzeit, wenn man eine klösterliche Atmosphäre anstrebt, um in häuslicher Andacht jene Liebe in uns zu erspüren, die uns Gott erkennen lässt.

Empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Button, dann gelangen Sie zu Amazon und können das Buch bestellen.




Rezension: Angelus Silesius- Textauswahl und Kommentar von Gerhard Wehr

"Mensch, überheb dich nicht: Die Demut ist dir not./ Ein Turm ohne rechten Grund fällt von sich selbst in den Kot" (Zitat: Angelus Silesius)

Dieses Buch enthält eine Lebensbeschreibung und Texte des Mystikers Angelus Silesius (1624-1699). Dr. Gerhard Wehr hat die Texte zusammengestellt und kommentiert. Die Zweizeiler im Buch stammen aus dem "Cherubinischen Wandersmann" von Silesuis und sollen zu den Perlen der mystischen Literatur des Barock zählen. Angelus Silesius hieß eigentlich Johann Scheffler. Sein Vater war ein wohlhabender polnischer Landedelmann. Scheffler studierte Medizin und begab sich nach dem 2. Semester nach Leiden in Holland, um sich dort mit religiös-mysthischen Schriften zu befassen. 1649 wurde er zum fürstlichen Hof- und Leibmedicus ernannt. Als Arzt wurde er offenbar geschätzt und honoriert, denn Kaiser Ferdinand III. ernannte ihn fünf Jahre später zum königlichen Hofmedicus. Scheffler setzte in dieser Zeit sein spirituelles Erkennen in Spruchdichtung um, die er zunächst schlicht "Geistreiche Sinn- und Schlussreime" nennt und die später die Bezeichnung "Cherubinischer Wandermann" erhalten, (vgl.: S.12-13). Angelus Silesius verstarb im Alter von 52 Jahren. Seinen ererbten Reichtum verschenkte er an arme Menschen. Was von ihm blieb, ist ein Kranz von Dichtungen, (vgl.: S.16).

Sein "Cherubischer Wandersmann" ist für die Gefährten auf dem inneren Weg gedacht. Silesius sieht die Existenz Gottes auf das Engste mit dem existierenden Menschen verwoben. Wie eine der Verszeilen deutlich macht, beharrt der Dichter auf eine Gottessohnschaft des Menschen und zwar jedes Menschen. Für Silenius fügen sich die Gottliebe des Menschen und die Menschenliebe des sich herabneigenden Gottes harmonisch zusammen (vgl.: S.21). Für den Mystiker ist Gelassenheit, was den Tod anbelangt, oberstes Gebot. Der Mensch ist nach seiner Vorstellung der eigentliche Ort der Gottesgeburt auf Erden, die im Grunde nie abgeschlossen ist, sondern sich immer wieder neu ereignet. In uns ist Bethlehem und Golgata zugleich, (vgl.: S.24).
Die Texte in "Stimmen und Zeugnisse" sollte man erst nach den Versen lesen, um sich vorurteilslos mit den Versinhalten befassen zu können.
Es gibt einige Verse, die mich besonders berührt haben. Einen dieser Verse möchte ich zitieren:
"Die Liebe fürcht sich nicht, sie kann auch nicht verderben,
Es müsste Gott zuvor samt seiner Gottheit sterben." (Zitat. S.117)
Gott ist die reine Liebe. Wer aufrichtig liebt, spürt Gott in sich.

Empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Button unten, dann gelangen Sie zu Amazon und können das Buch bestellen.